Zwetelina Damjanova

geboren in Sofia, lebt seit 1987 in Wien, wo sie auch als Autorin tätig ist. Derzeit studiert sie Romanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Lesungen in Wien (Alte Schmiede, Literaturhaus, OGL,...), Graz, Frankenburg und in Leipzig, darunter auch im National Radio Sofia, Radio RFI Sofia und im Radio Rosario, Argentinien. Erster Preis für die Lyrik beim Literaturwettbewerb „Schreiben zwischen den Kulturen '98“. Erster Preis beim „Jugend Literaturwettbewerb Berlin“ 2002. Dritter Preis für Lyrik im Rahmen des internationalen Wettbewerbs für Poesie und Prosa „Nuevo Ser“ in Buenos Aires 2004. Areitsstipendium des Bundeskanzleramts für Kunst 2006. Ihre Gedichte bestechen durch Sinnlichkeit, Zartheit und Musikalität, die lateinamerikanische Literatur scheint immer wieder durchzuschimmern. Ihre Dreisprachigkeit (Deutsch/Bulgarisch/Spanisch) lässt sie auf besondere Weise in ihre Textproduktion einfließen. Veröffentlichungen in Österreich, Deutschland, Argentinien und Mexiko.

18.02.2007 „Mit der tausendsten Zunge dieser Erde“

Vor einiger Zeit entstand die Idee zu einem Projekt, das die entstehenden lyrischen Texte über die sprachlichen Grenzen hinweg zugänglich machen sollte. Man kann sich das so vorstellen, dass der erste Text drei verschiedene Sprachen vereint. Jede Sprachsequenz wird in den jeweils anderen zwei Sprachen nachgedichtet, so ergibt sich eine Übersetzung, aber auch ein neuer Text, mit neuen Ansprüchen. Der Leser muss nicht mehr, wie üblich, von oben nach unten lesen, er kann quer durch die Nachdichtung seine Sprache und Bedeutung entdecken.