Jonas Scheiner

Der 23-jährige Wahlwiener ist ein Autor, wie er in keinem Buche stehen würde, weshalb ihm die Bezeichnung "Autor" in seinem Fall als eher fragwürdig erscheint.

Als Einzelkind einer Theaterfamilie zog er in Kindheit und Jugend von Stadt zu Stadt, worauf er sich in jungen Jahren, trotz der tief in sich schlummernden Leidenschaft für Bühne und Schreiberei, gegen die Kunst und für echtes Geld verdienen entschied - vorerst. Kurioserweise zog ihn das Schicksal, wenn man an so etwas glauben möchte, wieder in die Stadt, in denen die Wurzeln der Eltern und somit auch seine eigenen liegen, welche es schlussendlich vermochten, den künstlerischen Idealismus zu entfesseln und die Muse seinen Stift küssen zu lassen.

Die Welt des Poetry Slam schien daher unumkömmlich und hat ihn seit knapp zwei Jahren nicht mehr frei gelassen. Jonas Scheiner drückt sich gern durch gesellschaftskritische Beobachtungen aus zwei offenen Augen mit einer Schwäche für Lyrik aus sowie durch zeitgenössische Kurzgeschichten und andere gern auch mal mehr als absurde Prosa.

Geschichten, die ehrlich, selbstkritisch, befreiend, mehrdimensional und mit einer Prise Polemik versehen sind, bilden die Erde, den Boden seiner Texte nähren.

Heute steht er monatlich - neben Auftritten mit eigenen Texten - als Moderator des "Blitzdichtgewitter Poetry Jazz Slam" sowie der "Bilder-Bücher-Bühne" auf Wiens Bühnen, die er sich am liebsten mit seinen beiden Kollegen des Künstlerkollektivs FOMP teilt.