[Rezension] “NACHTSCHATTEN IM FRAUENHAARMOOS” von Sofie Morin und Ulrike Titelbach:

»Ich begin­ne in der Nacht, da alles in der Nacht beginnt, aus der her­aus sich der Trost schält.«(Sofie Mor­in)
So begin­nen die phy­to­poe­ti­schen Dia­lo­ge, die sich Sofie Mor­in und Ulri­ke Titel­bach über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg zuge­schickt haben. Her­aus­ge­kom­men sind zar­te, in lyri­sche Spra­che gegos­se­ne Natur­be­ob­ach­tun­gen, Asso­zia­tio­nen und Emp­fin­dun­gen – immer aus­ge­hend von einer Pflan­ze. Wie etwa Ari­sae­ma fran­che­tia­num (Feu­er­kol­ben):
»Weil mich dein Name an Gewehr­kol­ben erin­nert. An Män­ner, die sie nahe an der Wan­ge füh­ren. Im Dienst der Prä­zi­si­on.« (Ulri­ke Titel­bach)