<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>&amp; Radieschen</title>
	<atom:link href="https://radieschen.at/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://radieschen.at/</link>
	<description>Zeitschrift für Literatur</description>
	<lastBuildDate>Mon, 29 Jun 2026 07:10:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>

<image>
	<url>https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?fit=19%2C32&#038;ssl=1</url>
	<title>&amp; Radieschen</title>
	<link>https://radieschen.at/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">217828721</site>	<item>
		<title>Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 07:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5569</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wenn KI verwendet wird, um das eigene Schreiben zu ersetzen, zu verbessern zu ergänzen, stellen sich Fragen zu Urheberschaft, Plagiat, Besitz, Diebstahl und Autor:innenschaft: KI-Modelle wurden mit den Werken echter Autor:innen trainiert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/">Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><em>Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</em></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON ERIKA KRONABITTER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich erzählte jemand, die Verlage würden sich beklagen, dass oft an <em>einem</em> Tag von <em>einem</em> Autor <em>fünf</em> (!) Romanmanuskripte eingereicht würden. Man habe daher die Regelung geschaffen, dass pro Autor und Tag nur zwei Manuskripte eingereicht werden dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während meines Studiums klagte der Verlagsleiter eines Tiroler Verlages, dass jährlich etwa 5000 Manuskripte eingesendet würden und der Verlag damit total überfordert sei. Die Autor:innen, berichtete er aus der Praxis, hätten eigentlich keine Chance, dass ihre Einsendung gelesen, geschweige denn ihr Buch gedruckt werde, wenn sie dem Verlag nicht bereits bekannt seien bzw. Beziehungen bestünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun schreibt da einer mit der KI und wirft die Bücher nur so raus. Macht neben vielem anderen den Markt kaputt, denn das weiß ich seit meinem Studium: Literatur ist ein Markt, auch wenn Autor:innen dies früher als&nbsp; Degradierung verstanden und sich dagegen vehement zur Wehr gesetzt haben. Unsere Bücher sind Produkte mit Marktwert, welche Preisschwankungen oder Preisbindungen unterworfen sind, für die es sich lohnt, Werbung zu machen und über eine Interessensgemeinschaft vertreten zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KI verwenden – oder mit KI schreiben. Das ist <em>ein weites Feld.</em> KI als Werkzeug zu verwenden ist, salopp gesagt, die Erweiterung unseres Laptops. Früher fand dieser technische Sprung von der mechanischen zur elektrischen zur elektronischen Hardware statt,Korrekturen mit Radiergummi, Tippex, Matrizenlack (ich habe selbst noch so gearbeitet) wurden durch die technischen Neuerungen obsolet. Recherchen im Lexikon, schriftliche Anfragen in Archiven und lange Wartezeiten sind durch die digitalen Zugriffsmöglichkeiten auf Datenbanken der Nationalbibliothek und verschiedene Archive in der ganzen Welt überholt. KI ist also Werkzeug – einerseits.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits kann KI als Schreibpartnerin eingesetzt werden. Anlässlich meiner langandauernden Schreibblockade hat mich eine Freundin unterstützt und wir haben uns jeden Donnerstag zwei Stunden am Computer verabredet: eine Stunde schreiben, eine Stunde gegenseitiges Vorlesen. Sie in Oberösterreich, ich in Vorarlberg. Sie hat mich begleitet und ermutigt, weiter zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeiten von KI sind ähnlich: KI wird zur Partner:in, die bei einer Blockade Vorschläge liefert oder alternative Szenarien vorschlägt. KI kann die stilistische Feinarbeit vornehmen, Wortwiederholungen anzeigen (automatische Rechtschreibkorrekturen usw. gibt es jetzt schon), KI kann auch für Recherchezwecke eingesetzt werden (ist aber nur bedingt zuverlässig: Es ist unerlässlich, den KI-Output durch andere Quellen zu verifizieren).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn KI verwendet wird, um das eigene Schreiben zu ersetzen, zu verbessern zu ergänzen, stellen sich Fragen zu Urheberschaft, Plagiat, Besitz, Diebstahl und Autor:innenschaft: KI-Modelle wurden mit den Werken echter Autor:innen trainiert. Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) digitalisierte in den vergangenen Jahren in einer Public-Private-Partnership mit Google hunderttausende urheberrechtsfreie Werke. Im Netz findet man bei Google aber auch Werke von lebenden Autor:innen – oft ohne deren explizite Zustimmung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Schriftsteller:innen lehnen die Nutzung daher aus Prinzip oder aus Solidarität mit Kolleg:innen ab. Ich persönlich habe zu dieser ablehnenden Haltung ein gespaltenes Verhältnis: Es sind wahrscheinlich auch meine Texte digitalisiert und somit gestohlen und nun ins ewige Netz eingespeist worden. Somit bin ich Mitbesitzerin dieses digitalen Reiches und kann es auch für meine Zwecke verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Literaturphilosophisch wird argumentiert, Literatur bestehe vor allem darin, menschliche Erfahrungen, Wahrnehmungen und Gefühle auszudrücken während KI keine eigenen Erfahrungen und keine Biografie habe und daher nur Muster erzeuge.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem ist entgegenzuhalten, dass auch viele Autor:innen über Erfahrungen schreiben, die sie so nicht gemacht haben. Die <em>Geisha von Arthur Golden</em> zeigt beispielhaft, wie sich ein Autor eine Figur hineinversetzen kann, mit der ihn nichts verbindet, außer der Tatsache, dass beide Menschen sind:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor des Romans ist ein Mann, seine Protagonisten eine Frau,</p>



<p class="wp-block-paragraph">der Autor ist Amerikaner, die Geisha ist Japanerin,</p>



<p class="wp-block-paragraph">der Autor und seine Heldin entstammen Gesellschaften, deren Sitten, Wertmaßstäbe und Möglichkeiten sich grundlegend voneinander unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Augenmerk in der Literaturwissenschaft liegt auf der Intertextualität. Der Begriff wurde Ende der 1960er Jahre von der Literaturtheoretikerin Julia Kristeva geprägt und besagt, dass ein literarischer Text kein geschlossenes System ist, sondern immer auf andere Texte verweist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Texte existieren demnach nicht isoliert, sondern treten durch Zitate, Anspielungen, Motive oder Strukturen in einen direkten Dialog mit anderen Texten. Jeder Text ist demnach ein Geflecht aus bereits bestehenden kulturellen und sprachlichen Elementen. – Dein Text, mein Text, Texte von J.K&nbsp; Rowling, Stephen King und alle anderen.Wir sind ständig im Austausch mit den anderen, mit dem Lesen, Hören, Vorträgen, Lyrik usw. Man spricht von <em>nicht supervidiertem</em> Lernen: Allein das Hören, das Lesen bringt bereits eine unbewusste Aneignung von Texten mit sich, die das Gehirn beim Schreiben wieder „ausspuckt“. Die KI ist sozusagen nicht mehr als die Erweiterung meines Gehirns, aus dem ich meine Inspiration schöpfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist auch nicht so, dass meine eigene künstlerische Stimme verdrängt wird, wenn ich das nicht will. Als mündige Autorin habe ich es selbst in der Hand, generierte Texte in meinen Ton zu setzen – <em>wenn</em> ich einen Ton für mein Schreiben gefunden habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wichtige Überlegung, KI-generierte Texte in der eigenen Literatur zu verwenden, ist die Frage nach dem „Warum“: Warum nutze ich KI? Warum bediene ich mich nicht meines eigenen Verstandes, warum lasse ich mich beim Denken lieber <em>bedienen</em>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahr, das Selbstdenken zu verlernen, ist groß. Alles, das du <em>abgibst</em>, birgt die Gefahr des Verlernens, somit <em>unmündiger</em> zu werden. Aufklärung aber, so der große Philosoph Immanuel Kant, ist ja genau das Gegenteil, nämlich das Heraustreten des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Selbstverschuldet ist die Unmündigkeit, wenn man sich trotz seines Verstandes von anderen leiten lässt und sich nicht seines eigenen Verstandes bedient.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar ist jedenfalls: <em>Meine</em> Biografie, <em>mein</em> persönliches Erleben, <em>meine</em> geheimen Überlegungen kann die KI nicht kennen und nicht wissen. Also ist hier mein <em>eigenes</em> Schreiben gefragt. Und so ist es auch beim Erstellen eines <em>eigenen</em> Textes: Wenn <em>mir</em> ein Gedicht, eine Erzählung – und sei es nur die Passage einer Geschichte – besonders gelungen ist, fühlt es sich mega gut an. Ob das beim Generieren durch die KI auch passiert, ob ich dann auch dieses Glücksgefühl erlebe, diese Freude, dass <em>mir</em> das gelungen ist, weiß ich nicht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht aber doch, wenn ich den KI-Vorschlag wieder bearbeite, den Text verändere … dem Text meine eigene Sprache, meinen eigenen Ton gebe …?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das musst du selbst entscheiden.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-838d70e4f3f338807b411b456adb8a35 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>ERIKA KRONABITTER</strong>: <br>Als&nbsp;<strong>Autorin</strong>&nbsp;versucht sie jeden Tag aufs Neue, am Schreiben „dran“ zu bleiben. Manchmal entsteht dabei Literarisches. Zuletzt entstand das Sachbuch <a href="https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/schreibpaedagogik/BEL448940" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schreibpädagogik. Eine Einführung</a><br>Als&nbsp;<strong>Schreibpädagogin</strong>&nbsp;versucht sie, die Lehrgangs- und Workshopteilnehmer:innen von der Lust der Inspiration zu begeistern und zur Umsetzung der Ideen zu animieren.&nbsp;<br>Als&nbsp;<strong>Organisatorin</strong>&nbsp;steht sie immer wieder vor der Tatsache, dass der Tag nur 24 Stunden hat und viele Ideen auf die Want-to-do-Liste gesetzt werden müssen.&nbsp;</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns alignwide has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex" style="background-color:#eeeded">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:15%">
<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong></p>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/">Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5569</post-id>	</item>
		<item>
		<title>CELESTE ILKANAEV (cel)</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 17:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[&Radieschen interviewt]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Redaktionsmitglieder im Fragebogen-Interview]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5556</guid>

					<description><![CDATA[<p>Celeste Ilkanaev ist seit 2024 im Redaktionsteam des &#038; Radieschen und   betreut/ moderiert auch die Sonntags-Lesungen im Café Anno. Außerdem ist sie Autorin der Kolumne "alltagstauglich".</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/">CELESTE ILKANAEV (cel)</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-color has-large-font-size wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>&amp; RADIESCHEN-FRAGEBOGEN INTERVIEW</strong><br>diesmal mit<strong> &amp; Radieschen-Redaktionsmitglied CELESTE ILKANAEV</strong></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded;grid-template-columns:47% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="943" data-attachment-id="5557" data-permalink="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/screenshot/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?fit=1125%2C1416&amp;ssl=1" data-orig-size="1125,1416" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Screenshot&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1769964426&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Screenshot&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Screenshot" data-image-description data-image-caption="<p>Screenshot</p>
" data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?fit=750%2C943&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?resize=750%2C943&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5557 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?resize=814%2C1024&amp;ssl=1 814w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?resize=238%2C300&amp;ssl=1 238w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?resize=768%2C967&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?w=1125&amp;ssl=1 1125w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<pre class="wp-block-verse has-text-color" style="color:#263c56"><strong><em><br></em></strong><em><strong>"Tatsächlich schreibe ich viel aus Wut; im Text verwandelt sich diese Wut dann in Ironie und Humor."</strong></em></pre>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56">Celeste Ilkanaev ist seit 2024 im Redaktionsteam des <em>&amp; Radieschen</em> und   betreut/ moderiert auch die Sonntags-Lesungen im Café Anno. Außerdem ist sie Autorin der Kolumne “alltagstauglich”.</p>
</div></div>



<div style="height:56px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann hast du zu schreiben begonnen – und warum machst du es heute noch?</strong><br>Ich habe mit acht Jahren mein erstes Tagebuch bekommen und begonnen, sporadisch zu schreiben. Da mein Deutsch mit elf noch nicht so gut war, empfahl mir meine Lehrerin, regelmäßig Tagebuch zu führen. Seitdem schreibe ich. Mit 14 folgten die ersten Kurzgeschichten, damals vor allem Liebesgeschichten. Heute schreibe ich so ziemlich alles, außer das.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gibt es etwas, das dich beim Schreiben besonders inspiriert? Woher kommen deine Ideen?</strong><br>Meine Ideen kommen aus dem Alltag. Ich begegne täglich inspirierenden Menschen und Szenen – manche sind schön, manche ärgern mich. Tatsächlich schreibe ich viel aus Wut; im Text verwandelt sich diese Wut dann in Ironie und Humor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du bist Teil des &amp;Radieschen-Redaktionsteams. Wann und wie bist du eigentlich zu &amp;Radieschen gekommen – und wieso bist du geblieben?</strong><br>Ich bin im Jänner 2024 zum &amp;Radieschen-Team gestoßen. Die Menschen und die Kunst, die ich dadurch kennengelernt habe, bereichern mich enorm. Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne ALSO gar nicht mehr richtig vorstellen …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du bewertest bei &amp;Radieschen die Texteinsendungen mit. Was muss ein Text für dich können, um dein Herz zu erobern?</strong><br>Das Wichtigste für mich ist, dass ein Text etwas in mir bewegt, ganz gleich, ob es Ekel, Freude oder Trauer ist. Hauptsache, er langweilt mich nicht.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo liest du die Einsendungen am liebsten?</strong><br>Ich lese die Einsendungen am liebsten im&nbsp;<em>Miles Smiles</em>, einem Jazz-Beisl, gemeinsam mit den Stammkunden dort. Wir lesen uns die Texte abwechselnd vor und diskutieren sie. Meistens sind wir uns einig, aber manchmal wecken die Texte ganz unterschiedliche Gefühle in uns. Genau das macht es so spannend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast du Tipps für unsere Autor*innen gegen die gefürchtete Schreibblockade?</strong><br>Ausstellungen! Ich stehe gerne vor Gemälden, Fotografien oder Skulpturen und beschreibe einfach das, was ich in diesem Moment sehe und fühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welches Buch hat dich zuletzt besonders begeistert?</strong><br>Als Journalistin: „Über das Meer” von Wolfgang Bauer.&nbsp;Als Autorin: „Märtyrer!” von Kaveh Akbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was liest du am liebsten, wenn du einfach mal nur entspannen möchtest?</strong><br>Am liebsten lese ich Bücher von Autor:innen mit Migrationsgeschichte. Sie entspannen mich, weil ich mich darin gesehen und gehört fühle. Oft sind sie sehr nah an den Erfahrungen geschrieben, die viele von uns im deutschsprachigen Raum machen. Man erkennt sich in den Familienstrukturen wieder, in deren spezifischer Wärme und Härte, im Identitätskonflikt oder auch in der Suche nach sich selbst.</p>



<div style="height:44px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Celeste Ilkanaev</strong> ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Momentan ist sie Redakteurin bei JETZT.at und recherchiert gemeinsam mit dem “Institut für Medien, Politik und Theater” zum Wiener Mietmarkt. Gründerin von der monatlichen Lese- und Musikreihe “Gesellschafts(un)tauglich” im Miles Smiles, Mitgründerin von der Lesereihe “Wortgemetzel” in der Semmelweisklinik. Sie schreibt gesellschaftskritische Prosa.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="168" height="280" data-attachment-id="143" data-permalink="https://radieschen.at/radieschen/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?fit=168%2C280&amp;ssl=1" data-orig-size="168,280" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="radieschen" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?fit=168%2C280&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?resize=168%2C280&#038;ssl=1" alt class="wp-image-143" style="width:50px;height:83px"></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading has-text-color" style="color:#263c56">Celeste Ilkanaev (cel) im &amp;Radieschen</h3>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56">Die Kolumne “alltagstauglich” ist die jüngste Kolumne unserer Zeitschrift. Die zweite Folge erscheint in unserer neuen Nummer mit dem Titel “Tür &amp; Angel”.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5558" data-permalink="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/radieschentuer_kern1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Radieschen#Tür_KERN1" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5558" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px">aus der brandneuen Ausgaben:  Tür &amp; Angel, Juni 2026</p>



<div style="height:18px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1"><a class="wp-block-button__link has-text-align-center wp-element-button" href="https://radieschen.at/ausgaben/">zum Ausgabenarchiv</a></div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/">CELESTE ILKANAEV (cel)</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5556</post-id>	</item>
		<item>
		<title>[Ausgabe #78:] – Tür &#038; Angel</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 20:24:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten der Redaktion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5523</guid>

					<description><![CDATA[<p>mit Texten von: Sylvia Bacher , Annika Bucher, Lars-Reimer Gellner, Thomas Kodnar, Marie Hahn, Birgit Koxeder-Hessenberger , Olaf Lahayne, Anna Mayer,  Gabriela Mittendorfer, Heike Pichler , Kaia Rose, Katharina Schrempf, Kristina Schrötz, Alexander Sprung, Jakob Tschachler, Tina Wodiunig<br />
sowie Illustrationen von: Isolde K. Bermann, Stefanie Guserl und Eva Vasari</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/">[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel</h2>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:44% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="503" data-attachment-id="5528" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/kopie-von-kopie-von-rad-blog-rezi-lyrik-3/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Kopie-von-RAD-Blog-Rezi-Lyrik.png?fit=800%2C537&amp;ssl=1" data-orig-size="800,537" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Kopie von Kopie von RAD Blog-Rezi Lyrik" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Kopie-von-RAD-Blog-Rezi-Lyrik.png?fit=750%2C503&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Kopie-von-RAD-Blog-Rezi-Lyrik.png?resize=750%2C503&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5528 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Kopie-von-RAD-Blog-Rezi-Lyrik.png?w=800&amp;ssl=1 800w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Kopie-von-RAD-Blog-Rezi-Lyrik.png?resize=300%2C201&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Kopie-von-RAD-Blog-Rezi-Lyrik.png?resize=768%2C516&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>mit Texten von:&nbsp;</strong>Sylvia Bacher&nbsp;, Annika Bucher, Lars-Reimer Gellner, Thomas Kodnar, Marie Hahn, Birgit Koxeder-Hessenberger&nbsp;, Olaf Lahayne, Anna Mayer,  Gabriela Mittendorfer,&nbsp;Heike Pichler&nbsp;, Kaia Rose, Katharina Schrempf, Kristina Schrötz, Alexander Sprung, Jakob Tschachler, Tina Wodiunig<br><strong>sowie Illustrationen von: </strong>Isolde K. Bermann, Stefanie Guserl und Eva Vasari</p>



<div class="wp-block-buttons has-custom-font-size has-extra-large-font-size is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button has-custom-width wp-block-button__width-100 alignleft"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-text-color has-background has-large-font-size has-custom-font-size wp-element-button" href="https://radieschen.at/bestellung/" style="background-color:#11410a">Ausgabe bestellen </a></div>
</div>
</div></div>



<div style="height:31px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:18px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Präsentation der neuen Ausgabe:<br></strong>So, 28. Juni 2026, 19:00<br>Café Anno, Lerchenfelder Str. 132, 1080 Wien</p>



<div class="wp-block-group alignwide has-background" id="blick" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Heft</strong> .</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="536" data-attachment-id="5536" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/2-6/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?fit=1275%2C912&amp;ssl=1" data-orig-size="1275,912" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="2" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?fit=750%2C536&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?resize=750%2C536&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5536" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?resize=1024%2C732&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?resize=300%2C215&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?resize=768%2C549&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/2.png?w=1275&amp;ssl=1 1275w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5537" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/6-3/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="6" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5537" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/6.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5540" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/bucher-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="bucher 2" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5540" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/bucher-2.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5541" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/32-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="32" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5541" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/32.png?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5542" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/33-2/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="33" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5542" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/33.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5543" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/39-3/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="39" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5543" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/39.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>
</div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link wp-element-button" href="https://radieschen.at/bestellung/">Ausgabe vorbestellen</a></div>
</div>
</div></div>



<div style="height:53px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:50px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/">[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5523</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 12:50:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5511</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die berühmten W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Wie – manchmal und idealerweise ergänzt um das Warum) sind die Grundausstattung journalistischen Arbeitens. Dabei wurden sie ursprünglich noch nicht einmal vom Journalismus erfunden, sondern in der Antike ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/">Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><br><strong><strong>Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</strong></strong></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON CLAUDUA DABRINGER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:30px"><em>Die journalistische Herangehensweise an das Schreiben kann dem Autor:innentum Tiefe und Expertise bringen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die berühmten W‑Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Wie – manchmal und idealerweise ergänzt um das Warum) sind die Grundausstattung journalistischen Arbeitens. Dabei wurden sie ursprünglich noch nicht einmal vom Journalismus erfunden, sondern in der Antike von Richtern, Anwälten und Philosoph:innen dazu herangezogen, um Sachverhalte aufzuklären. Nun: In der heutigen Zeit braucht es mehr denn je diese Fragen, um komplizierte und komplexe Sachverhalte aufzuklären – auch für Autor:innen. Rudyard Kipling drückte das in einem kleinen Gedicht aus:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>I keep six honest serving-men</em> <em>(They taught me all I knew);</em> <em>Their names are What and Why and When</em> <em>And How and Where and Who.</em><br><em>(„Ich habe sechs ehrliche Diener, sie brachten mir alles bei, was ich weiß; ihre Namen sind Was und Warum und Wann und Wie und Wo und Wer.“)</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wenn es um das Verfassen literarischer Geschichten geht, können diese “sechs ehrlichen Diener” eine Hilfe sein, um Klarheit, aber auch Prägnanz in das Schreibvorhaben grundsätzlich, aber auch die Geschichte im Speziellen zu bringen. Gehen wir sie in der Kipling’schen Reihenfolge durch:</p>



<div style="height:44px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vorbereitung hilft das Was, uns darüber klar zu werden, worüber wir eigentlich schreiben möchten. und im Schreibvorgang unterstützt es dabei, auf der gewählten Linie zu bleiben und nicht den roten Faden zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich persönlich die wichtigste Frage diesseits und jenseits des weißen Blattes oder Bildschirms, aber beim Schreiben vor allem aus einem Grund: sich selbst und die Intention zu hinterfragen. Die Autorin und Feministin Gertraud Klemm hat in einem bald erscheinenden Interview auf dem BÖS-Blog folgende Blickwinkel eröffnet:&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Warum schreibe ich? Wegen des Geldes? Bestimmt nicht. Wegen der Aufmerksamkeit? Schon eher. Von wem bekomme ich die, was bringt sie mir und zu welchem Preis kommt das alles?&nbsp;</em><br><em>Schreibe ich, um geliebt zu werden? Wenn ja – kann ich bestimmen, wer mich liebt, wie lange will ich von wem geliebt werden, und wie werd ich die Liebe wieder los??</em><br><em>Oder schreibe ich wegen des Bedürfnisses, die Welt besser zu verstehen und sie mir selbst zu erklären? Wenn ja – ertrage ich, es mit einem Gegenüber aufzunehmen, das immer anonymer wird, das zunehmend despotischer wird, das ständig die Regeln ändern kann?</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schreibprozess selbst hilft das Warum, um die Beweggründe der handelnden Personen zu hinterfragen und ihre Aktivitäten und Aktionen authentisch erscheinen zu lassen. Auch ist es wichtig für das Setting. Beispielsweise hilft es der Stringenz eines Textes, zu begründen, warum eine grüne Vase oder ein Paar ausgelatschte Schuhe wichtig für den Plot sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Herauszufinden, wann man am besten schreibt, ist wohl eines der großen Geheimnisse der literarischen Produktivität. Von vielen Schriftsteller:innen ist bekannt, dass sie entweder morgens oder spätabends am besten geschrieben haben. In den seltensten Fällen dauerte ihr Fokus länger als drei bis fünf Stunden. Herauszufinden, welcher Schreibtyp man ist, hilft bei der Beantwortung der Frage nach dem Wann immens. Im Schreibprozess spielt diese Frage eine Rolle, wenn wir zu entscheiden haben, ob wir unsere Geschichte in einer bestimmten historischen Periode ansiedeln. Daraus resultiert, dass wir in die journalistische Qualität der Recherche tauchen müssen, um alles zu erfahren, was signifikant für diesen Zeitraum sein könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schreibvorbereitung ist es wichtig, das richtige Medium für sich zu wählen. Schreibe ich mit der Hand in einen Notizblock, ein Schreibbuch oder auf Flipchart-Blätter? Oder entscheide ich mich für den Laptop und alle Möglichkeiten, die schnelles Reagieren und Korrigieren leichter macht. Von Daniel Kehlmann beispielsweise ist bekannt, dass er erste Entwürfe immer händisch in ein Notizbuch schreibt. Elfriede Jelinek wiederum ist bekannt für ihre enge Verbindung zu Bildschirm und Tastatur.<br>Beim Schreiben selbst ist das Wie verknüpft mit der Erzählperspektive, dem Tempus und der Wortwahl. Aus welcher Perspektive man eine Geschichte schreibt, setzt den Ton für einen Text, ebenso wie die Entscheidung für Präsens, Imperfekt oder Perfekt – oder eine Mischung. Und es macht auch einen Unterschied, ob man Dinge beim konkreten Namen nennt oder für sich eine eher komplexere Sprache beschließt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kaffeehaus oder unter dem Dach, in einer einsamen Hütte oder am Meer – die Orte, wo wir unsere Texte verfassen, sind vielfältige wie unsere Schreibideen. Aus Erfahrung weiß ich, dass vielfach die Natur als wichtiges Kriterium genannt wird. Entweder wünscht man sich eine überdachte Terrasse mit Blick ins Grüne oder zumindest ein Fenster mit Blick ins Grüne, durch das man während des Schreibens schauen kann. George Bernard Shaw soll das zelebriert haben, indem er sich in seinem Garten eine hölzerne Klause auf einer rotierenden Plattform bauen ließ, um immer wieder neue Perspektiven zu bekommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Inhalt eines Textes kommt häufig auch nicht um ein örtliches Setting herum. Wie man eine Örtlichkeit greifbar macht oder welche Rolle sie im Plot spielt, sind nur zwei Fragen, die sich Schreibende zu stellen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielfach haben Schreibende ein Problem damit, sich als Autor:innen zu beschreiben. Denn wann genau wird man dazu? Mit dem ersten Gedicht? Der ersten Publikation? Dem ersten Buch? Das führt häufig zu Selbstzweifeln, denn oft fragt man sich, wer denn das lesen soll, was man vom Kopf aufs Papier bringen will. Eine erweiterte Version dieser Frage wäre also: Wer bin ich, dass ich ein Buch schreiben kann? Diese Selbstzweifel verfliegen meistens sehr schnell, wenn man den Schritt in Schreibgruppen oder Schreibworkshops wagt. Denn dort merken wir sehr schnell, dass unsere Worte definitiv Relevanz haben – was wiederum unsere Selbstzweifel in Schach hält, idealerweise zum Verschwinden und uns in die Selbstermächtigung bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Erzählung – ob Short Story oder Roman – lebt von den Charakteren. Sie genau zu definieren, ihre Merkmale zu nennen und der Leser:innenschaft damit eine Identifikationsfläche zu bieten, ist essenziell für jede:n Autor:in. Sherlock Holmes spielte die Geige, wenn ihm langweilig war. Und die Liste der Eigenarten der TV-Serienfigur Monk würden diesen Text sprengen. Meistens reichen drei Merkmale: ein optisches, ein sprachliches und ein widersprüchliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich als Autor:in mit den W‑Fragen zu beschäftigen, unterstützt also nicht nur den Text, sondern auch dessen Vorbereitung. Und sie verleiht der Arbeit eines Autors/einer Autorin Tiefe und Glaubwürdigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: Der Vollständigkeit halber und weil das zu Rudyard Kiplings Zeiten noch kein großes Thema war: Das moderne siebte W ist das Woher. Denn seit wir es mit Fake News zu tun haben, wird das Nennen der Quelle immer wichtiger.&nbsp;</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-62637f21b0ef8ea61e14524c5766609e wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>CLAUDIA DABRINGER</strong>: <br>Als <strong>Journalistin</strong> ziehen sie tagtäglich aktuelle Themen in ihren Bann und eröffnen ihr neue Welten. <br>Als <strong>Autorin</strong> gräbt sie nach Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. <br>Als <strong>Schreibpädagogin</strong> und Fachtrainerin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken und sie in Worte zu fassen.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns alignwide has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex" style="background-color:#eeeded">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:15%">
<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong><br><br></p>
</div>
</div>
</div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/">Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5511</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Editorial zu Tür &#038; Angel</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/05/18/editorial-zu-tuer-angel/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/05/18/editorial-zu-tuer-angel/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2026 21:25:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten der Redaktion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5547</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zwischen Tür und Angel noch den letzten großen Schluck meines ersten Kaffees am Morgen trinken. Nochmal meine chaotischen Taschen checken, ob ich meinen Schlüssel dabeihabe, nur um zu merken, dass es nicht so ist und ich nochmal zurückrennen muss.  ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/18/editorial-zu-tuer-angel/">Editorial zu Tür &amp; Angel</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div style="height:70px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:30%">
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die neue Ausgabe erscheint Ende Juni 2026!</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-amp-radieschen wp-block-embed-amp-radieschen"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/" class="wp-embedded-content" data-secret="wfvtWWn0YU"><a href="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/">[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel“ – &amp; Radieschen" src="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/embed/#?secret=4QVfjZF9DY#?secret=wfvtWWn0YU" data-secret="wfvtWWn0YU" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:10%">
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:60%">
<h2 class="wp-block-heading">Liebe &amp;Radieschen-Lesende,</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen Tür und Angel noch den letzten großen Schluck meines ersten Kaffees am Morgen trinken. Nochmal meine chaotischen Taschen checken, ob ich meinen Schlüssel dabeihabe, nur um zu merken, dass es nicht so ist und ich nochmal zurückrennen muss. Zwischen Tür und Angel kurze Gespräche führen, weil wir uns sonst immer knapp verpassen. Das letzte Stück Brot mit Butter und Marmelade in den Mund schieben, weil ich keine Zeit zum Kochen habe. Ein Abschiedskuss. Die Schuhe stehen lassen, weil nur schnell was drinnen holen. Zwischen Tür und Angel ausmachen, wer heute noch mit dem Hund raus geht, wer heute die Wäsche aufhängt – die Waschmaschine ist in 45 Minuten fertig. Zwischen Tür und Angel erzählen, wen ich heute getroffen habe und »hast du das schon gehört?« Blumen in die Hand drücken, ein gelbes Stickynote mit »ich liebe dich« hinterlassen. Zwischen Tür und Angel das Telefonat fertig führen, weil im Stiegenhaus ist zu schlechter Empfang. Eine feste Umarmung abholen, ein paar schwere Tränen dalassen oder einfach kurz durchatmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade an den stressigen Tagen, wo ich immer auf dem Sprung bin, habe ich oft das Gefühl, ein großer Teil meines Tages passiert zwischen Tür und Angel. Genau so eine Zeit, in der ich immer am Gehen und am Kommen bin, ist jetzt gerade. Termine reihen sich aneinander, Gedanken bleiben oft nur halb zu Ende gedacht, und vieles geschieht fast beiläufig. Was passt da besser als eine neue, großartige Ausgabe vom <em>&amp; Radieschen</em>? Die Autor*innen dieser Ausgabe beschäftigen sich zwar auch mit dem Dazwischen, dem Flüchtigen und dem Nebenbei, doch sie haben ganz eigene und überraschende Zugänge zu diesem Thema gefunden. Es gibt Prosa und Lyrik, es gibt Lustiges und Schönes. Es geht um Liebe, Vermissen, das Miteinander und Verabschieden. Einige dieser Texte bleiben noch lange nach dem Lesen im Kopf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich bin mal wieder superglücklich, dass wir so wunderbare Texte und Illustrationen zeigen dürfen. Sie laden dazu ein, für einen Moment innezuhalten, genauer hinzusehen und sich vielleicht selbst im Dazwischen wiederzufinden. Und ich hoffe, dass ihr, liebe Leser*innen, das auch so seht und das Lesen der Texte genauso genießt wie ich – vielleicht zwischen zwei Terminen, unterwegs oder ganz in Ruhe, mit ein wenig Zeit nur für euch.</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><a href="https://radieschen.at/2023/09/16/radieschen-interview-mit-stephanie-ortner/"><em>Stephanie Sophie Ortner (sso)</em></a></p>
</div>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/18/editorial-zu-tuer-angel/">Editorial zu Tür &amp; Angel</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/05/18/editorial-zu-tuer-angel/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5547</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Schreiben als Ressource</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/04/19/schreiben-als-ressource/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/04/19/schreiben-als-ressource/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Apr 2026 20:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5503</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einer Welt, die auf Geschwindigkeit, Reizüberflutung und permanente Kommunikation setzt, wirkt Schreiben beinahe anachronistisch. Und doch entfaltet es gerade darin seine eigentliche Kraft: Es verlangsamt dich, verdichtet deine Wahrnehmung und eröffnet Räume, in denen Denken erst möglich wird. Wenn du schreibst, hältst du inne – und genau in diesem Innehalten beginnt bereits der Prozess des Verstehens.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/04/19/schreiben-als-ressource/">Schreiben als Ressource</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><br><strong>Schreiben als Ressource</strong></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON ERIKA KRONABITTER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-large-font-size wp-block-paragraph"><em>Schreiben ist mehr als eine Kulturtechnik – es ist eine Ressource, vielleicht eine der unterschätztesten unserer Zeit</em>.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einer Welt, die auf Geschwindigkeit, Reizüberflutung und permanente Kommunikation setzt, wirkt Schreiben beinahe anachronistisch. Und doch entfaltet es gerade darin seine eigentliche Kraft: Es verlangsamt dich, verdichtet deine Wahrnehmung und eröffnet Räume, in denen Denken erst möglich wird. Wenn du schreibst, hältst du inne – und genau in diesem Innehalten beginnt bereits der Prozess des Verstehens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zentrum steht dabei ein Begriff, den du vielleicht aus der Psychologie kennst: Reframing. Gemeint ist die Fähigkeit, Erlebtes in einen neuen Rahmen zu setzen, ihm eine andere Bedeutung zu geben. Schreiben ist dafür ein ideales Werkzeug. Es erlaubt dir, Gedanken nicht nur festzuhalten, sondern sie zu bewegen, zu verschieben, neu zu betrachten. Was zunächst diffus erscheint, gewinnt im Akt des Formulierens Kontur. Oder zugespitzt: Woher solltest du wissen, was du denkst, bevor du gelesen hast, was du geschrieben hast?</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="500" data-attachment-id="5505" data-permalink="https://radieschen.at/2026/04/19/schreiben-als-ressource/monfocus-notizbiuch-3397143/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?fit=2560%2C1707&amp;ssl=1" data-orig-size="2560,1707" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="monfocus-notizbiuch-3397143" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?fit=750%2C500&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=750%2C500&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5505" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=1024%2C683&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=300%2C200&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=768%2C512&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=1536%2C1024&amp;ssl=1 1536w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=2048%2C1366&amp;ssl=1 2048w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?resize=1568%2C1046&amp;ssl=1 1568w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/monfocus-notizbiuch-3397143.jpg?w=2250&amp;ssl=1 2250w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"><figcaption class="wp-element-caption"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0);color:#a39d9d" class="has-inline-color">© Image by&nbsp;<a href="https://pixabay.com/users/monfocus-2516394/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3397143">Monfocus</a>&nbsp;from&nbsp;<a href="https://pixabay.com//?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=3397143">Pixabay</a><br></mark></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe, warum du schreibst, können vielfältig sein. Vielleicht willst du dich beruhigen, etwas festhalten oder endlich verstehen, was in dir vorgeht. Vielleicht möchtest du etwas loswerden, das dich beschäftigt, oder dir selbst näherkommen. Zwischen Tagebuch und Protestbrief, zwischen Liebesbrief und To-do-Liste spannt sich ein weiter Raum auf. Schreiben kann für dich ein Ort des Abreagierens sein, aber auch ein Raum für Visionen, Humor oder Versöhnung. Es kann dich verletzlich machen oder schützen, klären oder bewusst verschleiern. Selbst Täuschung – gegenüber anderen oder dir selbst – gehört zu seinen Möglichkeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade diese Ambivalenz macht Schreiben so interessant. Es ist nie nur Werkzeug, sondern immer auch Ausdruck deiner Haltung. Wenn du schreibst, strukturierst du nicht nur deine Welt – du gestaltest sie aktiv mit. Gedanken werden zu Sätzen, Sätze zu Wirklichkeiten. Das kann befreiend sein, wenn du inneren Druck in Worte fasst, aber auch manipulativ, wenn Sprache dazu dient, etwas zu beschönigen oder zu verzerren. Schreiben ist damit immer auch eine Frage deiner Verantwortung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zugleich ist Schreiben ein Mittel der Selbstvergewisserung. Es bringt dein Inneres nach außen und macht das Nicht-Fassbare greifbar. Vielleicht erlebst du es als eine Art inneren Dialog: ein Sich-selbst-Begegnen auf dem Papier. In diesem Prozess können neue Einsichten entstehen, Perspektiven sich verschieben, Blockaden sich lösen. Schreiben wird so zu einem Werkzeug deiner Reflexion, manchmal sogar deiner Veränderung. Es hilft dir nicht unbedingt, Antworten zu finden – aber bessere Fragen zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bemerkenswert ist auch, dass du oft freiwillig schreibst, obwohl es Mühe kostet. Kaum jemand würde „freiwillig rechnen“, doch viele greifen intuitiv zum Stift. Vielleicht liegt das daran, dass Schreiben mehr ist als ein rationaler Akt. Es verbindet Denken mit Gefühl, Sprache mit Körperlichkeit – etwa dann, wenn du mit der Hand schreibst, den Rhythmus deiner Worte spürst oder dein Schriftbild betrachtest. Schreiben kann so zu einer sinnlichen Erfahrung werden, zu einem Spiel mit Sprache, zu einem kreativen Raum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich ist Schreiben nicht der einzige Weg. Vielleicht gehst du spazieren, hörst Musik, sprichst mit Freundinnen oder suchst Stille, um dich zu ordnen. Vielleicht lenkst du dich ab oder reagierst emotional. All das sind Strategien, die dir helfen können. Doch Schreiben unterscheidet sich durch seine besondere Qualität: Es lässt dich fühlen und gleichzeitig strukturieren. Es gibt deinen Gedanken eine Form, mit der du weiterarbeiten kannst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du schreibst, bist du außerdem nie ganz allein. Du bewegst dich in einem Raum, der von anderen geprägt wurde – von Literatur, von Philosophie, von all den Texten, die dich beeinflusst haben. Schreiben kann dir das Gefühl geben, Teil eines größeren Gesprächs zu sein. Du trittst ein in eine Tradition und fügst deine eigene Stimme hinzu. Und doch gibt es oft eine Hürde: den Mythos des Genies. Vielleicht kennst du den Gedanken, nicht gut genug zu sein, nicht klug genug, nicht originell genug. Viele schreiben nicht, weil sie glauben, Schreiben sei nur für „Besondere“. Aber Schreiben beginnt nicht mit Perfektion. Es beginnt mit einem Satz. Mit deinem Satz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schreiben ist auch gesellschaftlich bedeutsam. Es dient dir zur Kommunikation, zur Reflexion, zur Kritik. Schreiben kann Öffentlichkeit herstellen oder ganz privat bleiben. Es kann verändern – dich selbst und vielleicht auch andere. Gleichzeitig bleibt es ein intimer Akt: ein Rückzug in einen Raum, in dem deine Gedanken ohne unmittelbare Bewertung existieren dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht lässt sich Schreiben am besten als Bewegung beschreiben: nach innen und nach außen zugleich. Es hilft dir, dich zu ordnen und gleichzeitig die Welt zu adressieren. Es kann klären, irritieren, befreien oder herausfordern. Und gerade weil es all das kann, bleibt es eine zentrale Praxis – nicht trotz, sondern wegen der Gegenwart, in der du lebst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den Merseburger Zaubersprüchen bis zur autobiografischen Literatur der 68er Generation – zu allen Zeiten hat es Versuche gegeben, Sprache als eine Form möglicher Heilung einzusetzen, Schreiben als Befreiung von innerem Druck, als Auslöser von Bewusstseinsprozessen. Gerade darin zeigt sich, warum Schreiben eine Ressource ist: Es steht dir jederzeit zur Verfügung, unabhängig von Ort, Zeit oder anderen Menschen. Es hilft dir, innere Prozesse zu ordnen, Distanz zu gewinnen und gleichzeitig in Kontakt mit dir selbst zu bleiben. Schreiben verwandelt Unklares in Greifbares und macht Veränderung überhaupt erst möglich. Es ist Werkzeug, Spiegel und Experimentierraum zugleich. Schreiben hilft dir, eine innere Balance und/oder eine humorvolle Distanz zu deinen Problemen zu erhalten. Und vielleicht ist es genau dies, was es so wertvoll macht: Du kannst mit dir selbst arbeiten – mit nichts weiter als Worten.</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-fff2b57790f8cd3757f862ecdc973f56 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>ERIKA KRONABITTER</strong>: <br>Als&nbsp;<strong>Autorin</strong>&nbsp;versucht sie jeden Tag aufs Neue, am Schreiben „dran“ zu bleiben. Manchmal entsteht dabei Literarisches. Zuletzt entstand das Sachbuch <a href="https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/schreibpaedagogik/BEL448940" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schreibpädagogik. Eine Einführung</a><br>Als&nbsp;<strong>Schreibpädagogin</strong>&nbsp;versucht sie, die Lehrgangs- und Workshopteilnehmer:innen von der Lust der Inspiration zu begeistern und zur Umsetzung der Ideen zu animieren.&nbsp;<br>Als&nbsp;<strong>Organisatorin</strong>&nbsp;steht sie immer wieder vor der Tatsache, dass der Tag nur 24 Stunden hat und viele Ideen auf die Want-to-do-Liste gesetzt werden müssen.&nbsp;</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns alignwide has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex" style="background-color:#eeeded">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:15%">
<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong></p>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/04/19/schreiben-als-ressource/">Schreiben als Ressource</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/04/19/schreiben-als-ressource/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5503</post-id>	</item>
		<item>
		<title>[REZENSION:] “Tanzen im Kopf” von Zdenka Becker</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/04/15/rezension-tanzen-im-kopf-von-zdenka-becker/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/04/15/rezension-tanzen-im-kopf-von-zdenka-becker/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2026 09:31:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5490</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist eine warmherzige Geschichte, die Zdenka Becker erzählt, gleichzeitig wird nichts beschönigt. Vor allem aber wird aufgezeigt, wie die Zusammenarbeit von Pflegenden aus dem Ausland und Angehörigen im Idealfall stattfinden könnte.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/04/15/rezension-tanzen-im-kopf-von-zdenka-becker/">[REZENSION:] “Tanzen im Kopf” von Zdenka Becker</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-yellow-background-color has-background" style="grid-template-columns:29% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="624" height="1024" data-attachment-id="5491" data-permalink="https://radieschen.at/2026/04/15/rezension-tanzen-im-kopf-von-zdenka-becker/06_becker_tanzen-im-kopf_2_page-0001/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001.jpg?fit=756%2C1241&amp;ssl=1" data-orig-size="756,1241" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001.jpg?fit=624%2C1024&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001.jpg?resize=624%2C1024&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5491 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001.jpg?resize=624%2C1024&amp;ssl=1 624w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001.jpg?resize=183%2C300&amp;ssl=1 183w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/04/06_Becker_Tanzen-im-Kopf_2_page-0001.jpg?w=756&amp;ssl=1 756w" sizes="(max-width: 624px) 100vw, 624px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Zdenka Becker:</strong><br><strong>Tanzen im Kopf</strong><br>Amalthea 2026<br>ISBN: 978–3‑99050–304‑1<br>272 S. | € 26,70 <br><br>Rezension: mpk</p>
</div></div>



<div style="height:28px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Die pensionierte Krankenschwester Mara verlässt alle zwei Wochen ihr Dorf in der Slowakei, um sich als 24-Stunden-Pflegekraft um die ehemalige Tänzerin und Choreografin Elvira zu kümmern, die an ALS erkrankt ist.<br>Anders als so manche Kollegin, mit der Mara im Sammeltaxi zwischen Heimat und Österreich pendelt, hat es Mara gut erwischt. Obwohl die Arbeit sowohl körperlich anstrengend als auch psychisch aufwühlend ist, fühlt sie sich bei Elvira und ihrem Vater Fred, der hilft, wo er kann, bald wohler als zu Hause.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zdenka Becker zeigt Mara nicht nur als Pflegekraft, sondern zeichnet auch ihren Lebensweg nach. Mara wird früh Mutter, glücklich ist sie in ihrer Ehe nicht, denn ihr Mann Ondej trinkt, immer wieder schlägt er auch zu.&nbsp;<br>Dennoch macht sich Mara Sorgen um Ondrej, wenn er allein zu Hause ist, auch fühlt sich ihm gegenüber verpflichtet, so wie sie permanent mit dem schlechtes Gewissen zu kämpfen hat, weil sie sich durch ihre Tätigkeit in Österreich immer nur einen halben Monat um ihre Enkelinnen kümmern kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Gute Erholung”, wird Pflegekräften oft gewünscht, wenn sie nach ihrer 2‑Wochen-Schicht nach Hause fahren. Was viele nicht bedenken: In den zwei Wochen müssen die Frauen zu Hause anpacken, alles wieder in Ordnung bringen, was in ihrer Abwesenheit aus dem Lot geraten ist, und nicht selten werden sie mit Vorwürfen konfrontiert.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz der schwierigen Thematik ist “Tanzen im Kopf“ kein düsteres Buch. In Elvira, die sich nur mehr mittels Computer mit Augensteuerung mitteilen kann, steckt noch viel Neugier und Interesse, immer wider wünscht sie sich, dass Mara von zu Hause erzählt, und auch Fred begegnet der Pflegekraft mit großer Dankbarkeit und kümmert sich sogar um Mara, als diese an Corona erkrankt. So erlebt Mara das erste Mal seit langem, wie es ist, wenn jemand anderer sich um sie sorgt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine warmherzige Geschichte, die Zdenka Becker erzählt, gleichzeitig wird nichts beschönigt.&nbsp;Vor allem aber wird aufgezeigt, wie die Zusammenarbeit von externen Pflegenden und Angehörigen im Idealfall stattfinden sollte. Allem voran steht ein Leben in Würde, auf das sowohl Patient*innen –  seien sie nun als ALS oder Alzheimer erkrankt – als auch die Pflegekräfte ein Anrecht haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tanzen im Kopf ist ein berührender Roman, ein wichtiger Roman – denn das Thema betrifft uns alle. &nbsp;</p>



<div style="height:28px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded;grid-template-columns:16% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="688" height="630" data-attachment-id="142" data-permalink="https://radieschen.at/dsc_0135-1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?fit=688%2C630&amp;ssl=1" data-orig-size="688,630" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;10&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D5300&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1434907848&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;95&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0135-1" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?fit=688%2C630&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?resize=688%2C630&#038;ssl=1" alt class="wp-image-142 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?w=688&amp;ssl=1 688w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?resize=300%2C275&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 688px) 100vw, 688px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-extra-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Margarita </strong>ist seit 2009 bei <em>&amp;Radieschen</em>. Sie ist für den Satz der Zeitschrift sowie den reibungslosen Ablauf von Einsendeschuss bis Druck verantwortlich. Wenn sie dazukommt, rezensiert sie für unserem Blog Neuerscheinungen aus Österreich – auch aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur.  Mehr über ihr eigenes literarisches Schaffen erfährst du auf <a href="https://margarita-kinstner.com" type="link" id="https://margarita-kinstner.com">margarita-kinstner.com</a>).</p>
</div></div>



<div style="height:80px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/04/15/rezension-tanzen-im-kopf-von-zdenka-becker/">[REZENSION:] “Tanzen im Kopf” von Zdenka Becker</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/04/15/rezension-tanzen-im-kopf-von-zdenka-becker/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5490</post-id>	</item>
		<item>
		<title>[REZENSION:] “Beteigeuze” von Barbara Zeman</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Mar 2026 18:05:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Rezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Romane]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5467</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es gibt aber noch viel mehr, was man an dem Buch lieben kann: Zuerst einmal, die sprachliche Anmut, ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Das genau Hinschauen auf einzelne Worte, bis hin zur Ethymologie von Beteigeuze inklusive arabischer Schrift, unter Verzicht von Transliteration des Originalworts..</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/">[REZENSION:] “Beteigeuze” von Barbara Zeman</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-yellow-background-color has-background" style="grid-template-columns:47% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="500" height="813" data-attachment-id="5468" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/9783423284158__cover_2d-produktcover-web-klein_1920x1920/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/9783423284158__COVER_2D-Produktcover-Web-klein_1920x1920.jpg?fit=500%2C813&amp;ssl=1" data-orig-size="500,813" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="9783423284158__COVER_2D (Produktcover Web klein)_1920x1920" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/9783423284158__COVER_2D-Produktcover-Web-klein_1920x1920.jpg?fit=500%2C813&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/9783423284158__COVER_2D-Produktcover-Web-klein_1920x1920.jpg?resize=500%2C813&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5468 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/9783423284158__COVER_2D-Produktcover-Web-klein_1920x1920.jpg?w=500&amp;ssl=1 500w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/9783423284158__COVER_2D-Produktcover-Web-klein_1920x1920.jpg?resize=185%2C300&amp;ssl=1 185w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Barbara Zeman:</strong><br><strong>Beteigeuze</strong><br>dtv, 2024<br>ISBN: 978–3‑423–28415‑8<br>304 S. | € 24,70 <br><br><strong>Rezension: </strong>Katrin Oberhofer</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Ich liebe ja Bücher mit sprechenden Namen, das sei einmal vorweggeschickt, die Heldin Theresa Neges trägt die Verneinung im Namen, mit Ebner Felder, Linde, Birke finden sich noch einige Personen, über deren Namen man nachdenken kann.<br>Es gibt aber noch viel mehr, was man an dem Buch lieben kann: Zuerst einmal, die sprachliche Anmut, ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Das genau Hinschauen auf einzelne Worte, bis hin zur Ethymologie von Beteigeuze inklusive arabischer Schrift, unter Verzicht von Transliteration des Originalworts – ehrlich, sowas erfüllt mein Sprachnerdherz mit Freude.<br>Und da sind wir schon beim namensgebenden Stern – über den denkt Theresa viel nach, genauso über das wachsende Myom in ihrer Gebärmutter, ihre Beziehung zu Josef und dessen Verhältnis zu Wera, die aus Warschau hereinschneit und in der gemeinsamen Wohnung einquartiert wird.<br>Schauplatz ist Wien, wo Theresa ab und zu in einem kleinen Lokal kellnert, die Dialoge zwischen den Leuten dort finde ich großartig aus dem Leben gegriffen.<br>Beteigeuze begleitet sie durch all die verschiedenen Situationen, sie versucht in der Astronomie, in den schwer erfassbaren Dimensionen der Galaxien, Metaphern für ihr Leben zu finden, in dem sie sich zunehmend an den Rand, ins Verschwinden gedrängt sieht.<br>Trotzdem steht am Ende ein hoffnungsvoller Ausblick, sie meint, bald einen neuen Stern am Himmel zu erkennen. Der eigentliche Star in diesem Buch ist die Sprache, von der ich hingerissen bin.<br>Lest das bitte ❤️💫✨💫❤️</p>



<p class="wp-block-paragraph">Randnotiz an alle Verleger:innen auf den Fotos – warum jedes Buch ein Lesebändchen braucht 😻</p>



<figure data-carousel-extra="{&quot;blog_id&quot;:1,&quot;permalink&quot;:&quot;https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/&quot;}" class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.instagram.com/p/DVnYGTxCmzyXc1m1RtGsXejTiNwnP1zwSP_Jck0/?img_index=4" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="1016" data-attachment-id="5471" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/bildschirmfoto-2026-03-15-um-18-53-59/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?fit=974%2C1320&amp;ssl=1" data-orig-size="974,1320" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Bildschirmfoto 2026-03-15 um 18.53.59" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?fit=750%2C1016&amp;ssl=1" data-id="5471" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?resize=750%2C1016&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5471" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?resize=756%2C1024&amp;ssl=1 756w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?resize=221%2C300&amp;ssl=1 221w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?resize=768%2C1041&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.53.59.jpg?w=974&amp;ssl=1 974w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></a><figcaption class="wp-element-caption">©Katrin Oberhofer @writing_and_cats</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.instagram.com/p/DVnYGTxCmzyXc1m1RtGsXejTiNwnP1zwSP_Jck0/?img_index=4" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="999" data-attachment-id="5469" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/bildschirmfoto-2026-03-15-um-18-54-12/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?fit=982%2C1308&amp;ssl=1" data-orig-size="982,1308" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Bildschirmfoto 2026-03-15 um 18.54.12" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?fit=750%2C999&amp;ssl=1" data-id="5469" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?resize=750%2C999&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5469" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?resize=769%2C1024&amp;ssl=1 769w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?resize=225%2C300&amp;ssl=1 225w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?resize=768%2C1023&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.12.jpg?w=982&amp;ssl=1 982w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></a><figcaption class="wp-element-caption">©Katrin Oberhofer @writing_and_cats</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.instagram.com/p/DVnYGTxCmzyXc1m1RtGsXejTiNwnP1zwSP_Jck0/?img_index=4" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="986" data-attachment-id="5470" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/bildschirmfoto-2026-03-15-um-18-54-18/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?fit=980%2C1288&amp;ssl=1" data-orig-size="980,1288" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="Bildschirmfoto 2026-03-15 um 18.54.18" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?fit=750%2C986&amp;ssl=1" data-id="5470" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?resize=750%2C986&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5470" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?resize=779%2C1024&amp;ssl=1 779w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?resize=228%2C300&amp;ssl=1 228w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?resize=768%2C1009&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/Bildschirmfoto-2026-03-15-um-18.54.18.jpg?w=980&amp;ssl=1 980w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></a><figcaption class="wp-element-caption">©Katrin Oberhofer @writing_and_cats</figcaption></figure>
</figure>



<div style="height:28px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded;grid-template-columns:16% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="909" data-attachment-id="141" data-permalink="https://radieschen.at/katrin-sw/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/katrin-sw.jpg?fit=845%2C1024&amp;ssl=1" data-orig-size="845,1024" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="katrin sw" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/katrin-sw.jpg?fit=750%2C909&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/katrin-sw.jpg?resize=750%2C909&#038;ssl=1" alt class="wp-image-141 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/katrin-sw.jpg?w=845&amp;ssl=1 845w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/katrin-sw.jpg?resize=248%2C300&amp;ssl=1 248w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/katrin-sw.jpg?resize=768%2C931&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Katrin Oberhofer</strong><br>Aufgewachsen in Maria Saal, lebt mit ihren liebsten Menschen in Wien. Studium der Sozial- und Kulturanthropologie und Philosophie, Ausbildung zur Schreibtrainerin am writers’ studio.<br>Mehr Buchrezenzsionen (und Katzen) gibt es unter <a href="https://www.instagram.com/writing_and_cats/">@writing_and_cats</a></p>
</div></div>



<div style="height:80px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/">[REZENSION:] “Beteigeuze” von Barbara Zeman</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/03/15/rezension-beteigeuze-von-barbara-zeman/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5467</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Schreiben übers Schreiben</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Mar 2026 20:43:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5387</guid>

					<description><![CDATA[<p>Gibt es etwas Schöneres, aber auch etwas Schwierigeres? Wer schreibt, tut es meist einfach, überlegt nicht lange, sondern setzt sich hin und füllt das (virtuelle) Blatt Papier mit Zeichen, Buchstaben, Gedanken, Geschichten, Gedichten, Lust und Leidenschaft. Ob was G’scheites dabei herauskommt oder nicht, ist im ersten Schritt sekundär – Hauptsache, man tut es. Oder?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/">Schreiben übers Schreiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<div style="height:48px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h1 class="wp-block-heading">Schreiben ist eine kreative Spielwiese</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON CLAUDIA DABRINGER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Gibt es etwas Schöneres, aber auch etwas Schwierigeres? Wer schreibt, tut es meist einfach, überlegt nicht lange, sondern setzt sich hin und füllt das (virtuelle) Blatt Papier mit Zeichen, Buchstaben, Gedanken, Geschichten, Gedichten, Lust und Leidenschaft. Ob was G’scheites dabei herauskommt oder nicht, ist im ersten Schritt sekundär – Hauptsache, man tut es. Oder?</em></p>



<div style="height:15px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich zurück blicke, wie meine persönliche Liebesgeschichte mit dem Schreiben begonnen hat, erinnere ich mich zuerst an das Schreiben für andere: Aufsätze in der Schule für die Lehrerin, Dankesbriefe für entfernt lebende Verwandte, wenn sie mir zum Geburtstag oder zu Weihnachten ein Packerl geschickt haben. Doch später fand ich in einem Schreibwarengeschäft ein himmelblaues Schreibheft mit einem putzigen Mädchen auf dem Cover. Ich liebte es von Anfang an (das Schreibheft und das Mädchen) und überlegte lange, womit ich die erste Seite füllen könnte. Und dann kam die erste Liebe, der erste Liebeskummer und damit das erste Gedicht. Ein Gedicht deshalb, weil die Kakophonie meines Innenlebens keine ganzen Sätze ausspuckte, sondern nur die Hälfte. Untereinander geschrieben, lasen sich die Zeilen nicht schlecht und sogar treffend. Damit wurde aus dem himmelblauen Schreibheft eine Art Zufluchtshöhle, in die ich mich zurückzog, wenn ich mit mir selbst mein Dasein, meine Unsicherheiten und Ängste in Halbsätze packen wollte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hätte ich mir damals träumen lassen, dass ich als Schreibpädagogin Dekaden später Menschen dabei begleiten darf, ihren eigenen Ausdruck und ihre eigene Sprache zu finden? Niemals. Und auch wenn eben diese Dekaden hinter mir liegen, stelle ich doch fest: Schreiben zu wollen ist für viele Menschen ein Wunsch, den sie lange mit sich herum tragen. Und wenn sie sich dann überwinden, sich einer Schreibgruppe anzuschließen, einen Schreibworkshop oder eine Ausbildung zu machen, eröffnet sich eine komplett neue Welt. Ihre Innenwelt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="alignleft size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="812" data-attachment-id="5403" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/notizheft/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?fit=1451%2C1571&amp;ssl=1" data-orig-size="1451,1571" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="notizheft" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?fit=750%2C812&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?resize=750%2C812&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5403" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?resize=946%2C1024&amp;ssl=1 946w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?resize=277%2C300&amp;ssl=1 277w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?resize=768%2C832&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?resize=1419%2C1536&amp;ssl=1 1419w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/notizheft.jpg?w=1451&amp;ssl=1 1451w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>
</div>


<p class="wp-block-paragraph">In einem meiner Schreibworkshops, der sich mit Kreativitätstechniken beschäftigt, gebe ich den Teilnehmenden bereits in der Woche vorher eine Aufgabe: „Sucht Euch ein schönes Schreibheft und einen guten Stift und legt beides an eine Stelle in Eurem Wohnumfeld, an der Ihr jeden Tag vorbei kommt. Es ist verboten, bis zum Schreibworkshop etwas hineinzuschreiben.“&nbsp; Das mag banal klingen, doch genau damit beginnt das Schreiben, nämlich mit der Lust, es zu tun. Und die beginnt oft genau dann, wenn man etwas NICHT tun darf. Diese Aufgabe hat aber auch noch einen anderen Hintergrund. Viele Menschen glauben, dass es etwas ganz Besonderes ist, zu schreiben. Dass alles stimmen und grammatikalisch korrekt sein muss, dass kein Geschmiere erlaubt ist und jeder Satz in Stein gemeißelt ist. Und deshalb gebe ich meinen Teilnehmenden eine Woche Zeit, um sich darauf vorzubereiten – innerlich. Doch die Überraschung kommt innerhalb der ersten Stunde: In diesem Heft ist ALLES erlaubt. Denn dieses Heft ist nur für den Schreibenden, keiner liest es, keinen hat es zu interessieren. Es ist nur für uns da, für unsere Gedanken und Geschichten, Zweifel und Siege. Man kann malen und etwas hineinkleben, Buntstifte verwenden oder Schwarz-Weiß-Skizzen anfertigen. Alles nur für uns selbst. Wenn das keine kreative Spielwiese ist!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das ist Schreiben – eine kreative Spielwiese. Und wie wir alle wissen, wird das Spielen umso lustiger, je mehr Spiele wir kennen. Schreiben hat viel mit Neugierde zu tun. Neugierde für uns selbst, wenn wir immer tiefer in uns selbst dringen und erfahren, dass wir ein wandelnder Geschichtenpool sind, den wir anzapfen können. Neugierde aber auch für die unterschiedlichen Ausdrucksformen des Schreibens. Elfchen, Haikus, Villanellen einerseits, Essays, Kurzgeschichten und Romane andererseits – und dann noch alles, was dazwischen liegt in diesem weiten Feld zwischen Epik, Lyrik und Dramatik. Für das, was wir ausdrücken wollen, die richtige Form zu finden, ist eine stetige Herausforderung und Freude. Glücklicherweise sind Schreibende heute sehr frei in der Wahl ihrer Werkzeuge, können mischen, experimentieren und erfinden, was das Zeug hält. Die Grenzen sind schon lange gesprengt, doch wie heißt es so schön: „Man muss die Regeln kennen, um sie brechen zu können.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem ersten Schritt habe ich mir eine berufliche Heimat im Journalismus gesucht. Das ist inzwischen über 30 Jahre her. Und auch wenn man es kaum glauben möchte in Zeiten wie diesen: Es gibt Regeln im Journalismus, sehr genaue sogar. Ich brauchte einige Jahre, um mich mit ihnen vertraut zu machen, in den verschiedensten Medien. Doch irgendwann waren sie mir zu eng. Wollte ich das Feld wechseln? Nein. Aber ich wollte eine neue Perspektive auf mein Schreiben innerhalb des vorgegebenen Rahmens gewinnen, die Grenzen quasi dehnen. Der konsequente zweite Schritt: Schreibpädagogin werden. Und während dieser Ausbildung lernte ich diese Dehnung sehr intensiv, auch meiner eigenen Denk- und Schreibwelt. Müssen Fakten sein? Nein. Müssen Sätze sein? Nein. Muss Schreiben überhaupt einen Sinn ergeben? Nur bedingt. Hauptsache, man tut’s. Mit der bereits erwähnten Lust, Leidenschaft und Neugierde.&nbsp; Und schneller als man glaubt – vor allem wenn man gemeinsam schreibt und sich darüber austauscht -, weiß man, dass man schreiben kann. Dass die eigenen Worte Sinn ergeben, Freude schenken und die Grenzen des eigenen Seins sprengen. Das alles kann Schreiben, warum also nicht gleich damit anfangen?</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-62637f21b0ef8ea61e14524c5766609e wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>CLAUDIA DABRINGER</strong>: <br>Als <strong>Journalistin</strong> ziehen sie tagtäglich aktuelle Themen in ihren Bann und eröffnen ihr neue Welten. <br>Als <strong>Autorin</strong> gräbt sie nach Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. <br>Als <strong>Schreibpädagogin</strong> und Fachtrainerin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken und sie in Worte zu fassen.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns alignwide has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex" style="background-color:#eeeded">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:15%">
<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong><br><br></p>
</div>
</div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/">Schreiben übers Schreiben</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5387</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Editorial zu KI &#038; KO</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/03/09/editorial-zu-ki-ko/</link>
					<comments>https://radieschen.at/2026/03/09/editorial-zu-ki-ko/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Mar 2026 22:07:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5438</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vor kurzem hat Leykam – der älteste Verlag Österreichs – bekanntgegeben, »aus wirtschaftlichen Gründen« keine neuen Projekte im Bereich Literatur und Kinderbuch mehr realisieren zu wollen. Anderswo werden die Programme an »neue, plattformaffine Zielgruppen« angepasst, wie etwa der Ullstein Verlag verlautbart hat. Besucht man die große Morawa-Filiale in Graz, findet man die Zitronenseife schneller als die Empfehlungen aus dem Feuilleton, und was auf die Büchertische kommt, wird ohnehin längst auf TikTok entschieden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/03/09/editorial-zu-ki-ko/">Editorial zu KI &amp; KO</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<div style="height:70px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-columns alignwide is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:30%">
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die neue Ausgabe erscheint im März 2026!</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-amp-radieschen wp-block-embed-amp-radieschen"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://radieschen.at/2026/02/25/ausgabe-77-ki-ko/" class="wp-embedded-content" data-secret="UThrZSjJQs"><a href="https://radieschen.at/2026/02/25/ausgabe-77-ki-ko/">[Ausgabe #77:] – KI &amp; KO</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„[Ausgabe #77:] – KI &amp; KO“ – &amp; Radieschen" src="https://radieschen.at/2026/02/25/ausgabe-77-ki-ko/embed/#?secret=bKggarDkLm#?secret=UThrZSjJQs" data-secret="UThrZSjJQs" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:10%">
<div style="height:100px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:60%">
<h2 class="wp-block-heading">Liebe Leser:innen,</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vor kurzem hat Leykam – der älteste Verlag Österreichs – bekanntgegeben, »aus wirtschaftlichen Gründen« keine neuen Projekte im Bereich Literatur und Kinderbuch mehr realisieren zu wollen. Anderswo werden die Programme an »neue, plattformaffine Zielgruppen« angepasst, wie etwa der Ullstein Verlag verlautbart hat. Besucht man die große Morawa-Filiale in Graz, findet man die Zitronenseife schneller als die Empfehlungen aus dem Feuilleton, und was auf die Büchertische kommt, wird ohnehin längst auf TikTok entschieden.<br>Braucht es da überhaupt noch Verlage?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit einiger Zeit überschwemmen KI-generierte Kinderbücher den<br>Markt, auf Instagram geben immer mehr Autorinnen bekannt, auf die zermürbende Verlagssuche verzichten zu wollen. Story.One und BoD machen es möglich, schnell zum eigenen Buch zu kommen, selbst Übersetzungen sind dank DeepL per Mausklick machbar. Das dazugehörige Hörbuch wird dann einfach mit einem besseren Text-toSpeech-Programm erstellt, und Amazon-Zahlen ist ohnehin nicht zu trauen. Ob diese vielen Werke auch gelesen werden? – Wurscht. Heute wird nicht konsumiert, heute wird produziert! Das Karussell dreht sich, immer schneller, immer bunter. Der Literaturbetrieb ächzt, lockt mit rosa Mascherl, Farbschnitt und gratis Buchpaketen für Influencerinnen. Jane Austen wird eine der wenigen sein, die<br>auch diese Ära überleben wird, sie hat es im Vorjahr sogar in den New<br>Adult Bereich der Buch Wien geschafft.<br>Ob es 2036 noch Buchmessen geben wird? Vielleicht besuchen wir sie in virtuellen Räumen. Die Speicher unserer Handys und E‑Reader füllen sich, längst haben wir Panik, weil ein Leben allein nicht ausreicht, um alle downgeloadeten Bücher zu lesen, alle Hörbücher zu hören, alle Online-Lesungen nachzuschauen – ganz zu schweigen von den Buchprojekten, die wir uns vorgenommen haben, selbst zu realisieren.<br>Kein Wunder also, dass wir ADHS bei uns diagnostizieren und uns<br>von ChatGPT therapieren lassen, um nicht mehr doomscrollend zu<br>prokrastinieren.<br>Und sonst? Von hilfreichen Assistenzprogrammen in der Medizin<br>über Chatbots in der Kund:innenbetreuung bis hin zu Deep-Fake und Cyberkriminalität – KI hat unsere moderne Gesellschaft längst in ihrem Griff. Für die vorliegende Ausgabe haben sich Autorinnen mit den möglichen Einsatzmöglichkeiten von KI und den daraus resultierenden Veränderungen auseinandergesetzt. Herausgekommen sind dabei vorwiegend kritische Texte, die auch den einen oder anderen Blick in die nahe Zukunft wagen.<br>Können wir der KI noch etwas entgegensetzen? – Die Literatur in diesem Heft ist jedenfalls zu 100 % menschlich. (Zumindest glauben wir es. Oder schreibt auch hier ein Bot?)</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph">mpk</p>
</div>
</div>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded;grid-template-columns:16% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="688" height="630" data-attachment-id="142" data-permalink="https://radieschen.at/dsc_0135-1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?fit=688%2C630&amp;ssl=1" data-orig-size="688,630" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;10&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;NIKON D5300&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1434907848&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;95&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;200&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0.0025&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;}" data-image-title="DSC_0135-1" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?fit=688%2C630&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?resize=688%2C630&#038;ssl=1" alt class="wp-image-142 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?w=688&amp;ssl=1 688w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/DSC_0135-1.jpg?resize=300%2C275&amp;ssl=1 300w" sizes="(max-width: 688px) 100vw, 688px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-extra-small-font-size wp-block-paragraph"><strong>Margarita </strong>ist seit 2009 bei <em>&amp;Radieschen</em>. Sie ist für den Satz der Zeitschrift sowie den reibungslosen Ablauf von Einsendeschuss bis Druck verantwortlich. Wenn sie dazukommt, rezensiert sie für unserem Blog Neuerscheinungen aus Österreich – auch aus dem Bereich der Kinder- und Jugendliteratur.  Mehr über ihr eigenes literarisches Schaffen erfährst du auf <a href="https://margarita-kinstner.com" type="link" id="https://margarita-kinstner.com">margarita-kinstner.com</a>).</p>
</div></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/03/09/editorial-zu-ki-ko/">Editorial zu KI &amp; KO</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://radieschen.at/2026/03/09/editorial-zu-ki-ko/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">5438</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
