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	<description>Zeitschrift für Literatur</description>
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		<title>Bist du schon Autor:in?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 12:31:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ab welchem Zeitpunkt man sich als Autor oder Autorin bezeichnet, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Meist ist es aber eine ganz persönliche Entscheidung. Keine leichte – zugegeben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/09/29/bist-du-schon-autorin/">Bist du schon Autor:in?</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><em>Bist du schon Autor:in</em>?</h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON CLAUDIA DABRINGER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:26px"><em>Ab welchem Zeitpunkt man sich als Autor oder Autorin bezeichnet, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Meist ist es aber eine ganz persönliche Entscheidung. Keine leichte – zugegeben.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">“Gedichte schreiben, Songtexte schreiben, für diverse Magazine schreiben – all das hat mein Selbstverständnis ‘Autorin zu sein’ noch nicht wirklich zementiert. Dieser unglaubliche Moment kam erst, als ich meine erstes eigenes Buch, noch druckfrisch, in den Händen hielt”, erzählt die Kinderbuchautorin Susa Hämmerle in einem Interview auf dem BÖS-Blog. Und traditionell ist dieser Gedanke noch in vielen Schreiber:innen-Gehirnen verankert. Dabei beginnt dieser Prozess viel früher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer regelmäßig schreibt – ob Gedicht, Erzählungen oder Artikel –, ist im Grunde bereits eine Autorin oder ein Autor. Dahinter steckt die Haltung, dass man für das, was der Kopf ausgespuckt hat, Verantwortung übernimmt. “Dazu stehe ich”, könnte eines der Mantras sein, die das unterstützen. Eine weitere Möglichkeit, für sich selbst einen Standpunkt zu finden, ist eine Schreibübung, die mit “Schreiben ist für mich…” oder “Meine persönlichen Erwartungen/Hoffnungen/Sehnsüchte ans Schreiben sind…”. Und da spielt es anfangs keine übermäßige Rolle, ob man bereits in einem Magazin einen Artikel veröffentlicht, ein Gedicht auf eine Website gestellt oder einen Roman im Selbstverlag herausgegeben hat. Es ist stets eine kreative Leistung, in die man Zeit und Arbeit investiert hat. Schon alleine das ist wertzuschätzen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele warten allerdings immer noch auf den (externen) Ritterschlag von Literaturagenturen, Lektoraten oder Verlagen. Wer ihn erhält, bekommt das Gefühl, sich gegen den Mitbewerb durchgesetzt zu haben. Was natürlich stimmt, denn die Konkurrenz ist groß. Doch was bedeutet das Sich-durchgesetzt-Haben? Die Ritterschläger haben Manuskript auf Marktfähigkeit überprüft, besonders ambitionierte Verlage schauen auch auf die literarische Qualität. Marktfähigkeit zielt auf Genre-Genauigkeit, den Zeitgeist, Herstellungskosten. Wer da nicht passgenau schreibt, schaut vielfach durch die Finger. Doch keine Sorge, Autor:in bleibt man trotzdem.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Früher gab es das Schreckgespenst der so genannten Druckkostenzuschuss-Verlage, wo man richtig Geld in die Hand nehmen musste, um sein eigenes Buch in Händen halten zu können. Und nicht zu Unrecht schimmerte in diesen Fällen oft mehr oder weniger stark die Eitelkeit durch. Das allerdings hat mit dem, was man heutzutage als Selfpublishing bezeichnet, kaum mehr etwas zu tun. Autor:in in diesem Kontext bedeutet, nicht nur für den Plot oder die Figuren verantwortlich zu sein, sondern auch für das Coverdesign oder die Vermarktung. Inzwischen stehen viele erfolgreiche Selfpublisher Bestseller-Autor:innen im klassischen Verlagssegment um nichts mehr nach. Doch machen wir uns nichts vor: Auch Hobby-Texte ohne Lektorat und Anspruch finden sich unter den Selbstverlegern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was vielfach unbekannt ist: Friedrich Schiller war ebenso ein Selfpublisher seiner Zeit wie Charles Dickens oder auch Julia Cameron. Ihr Standardwerk “Der Weg des Künstlers” wurde von Literaturagenturen und Verlagen abgelehnt, weil man nicht an den Erfolg eines spirituellen Schreibleitfadens glaubte. Sie alle fühlten sich als Autor:innen, obwohl keiner an sie beziehungsweise ihre Texte glaubte. Und sie waren im Grunde das, was heute eine moderne Autor:innen-Persönlichkeit ausmacht. Diese tragen die Gesamtverantwortung für ihr Buch-Projekt, entscheiden alle über Inhalt, Ton und Form und leben damit die reinste Form der künstlerischen Autonomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich habe ich in einem Schreibworkshop den Satz einer Frau gehört, die sich ganz bewusst für den Selbstverlag entscheiden hat: “Ich wollte mich nicht verbiegen, und ich habe an meinen Text geglaubt.” Das ist Autor:in-Sein.&nbsp;</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-1 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>CLAUDIA DABRINGER</strong>: <br>Als <strong>Journalistin</strong> ziehen sie tagtäglich aktuelle Themen in ihren Bann und eröffnen ihr neue Welten. <br>Als <strong>Autorin</strong> gräbt sie nach Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. <br>Als <strong>Schreibpädagogin</strong> und Fachtrainerin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken und sie in Worte zu fassen.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns alignwide has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex" style="background-color:#eeeded">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:15%">
<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong></p>
</div>
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</div></div>
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		<title>[&#038; Radieschen interviewt:] HADYA NASSAN-AGHA-SCHROLL</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/09/24/radieschen-interviewt-hadya-nassan-agha-schroll/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2026 12:44:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[&Radieschen interviewt]]></category>
		<category><![CDATA[&Radieschen-Autor*innen im Fragebogen-Interview]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In der neuen Kurzgeschichte von Hadya Nassan-Agha-Schroll geht es um Hannah. Eine Geschichte, die unsere Jury sehr berührt hat.<br />
Im Interview verrät die Autorin, welche schönen Momente das Leben bereithält, was sie inspiriert und wie man mit Schreibblockaden gelassen umgeht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/09/24/radieschen-interviewt-hadya-nassan-agha-schroll/">[&amp; Radieschen interviewt:] HADYA NASSAN-AGHA-SCHROLL</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>&amp; RADIESCHEN-FRAGEBOGEN INTERVIEW</strong><br>diesmal mit:&nbsp;<strong>HADYA NASSAN-AGHA-SCHROLL</strong><br></p>



<div class="wp-block-media-text is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="750" height="909" data-attachment-id="5825" data-permalink="https://radieschen.at/2026/09/24/radieschen-interviewt-hadya-nassan-agha-schroll/diary-968603_1280/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/09/diary-968603_1280.jpg?fit=788%2C955&amp;ssl=1" data-orig-size="788,955" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="diary-968603_1280" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/09/diary-968603_1280.jpg?fit=750%2C909&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/09/diary-968603_1280.jpg?resize=750%2C909&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5825 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/09/diary-968603_1280.jpg?w=788&amp;ssl=1 788w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/09/diary-968603_1280.jpg?resize=248%2C300&amp;ssl=1 248w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/09/diary-968603_1280.jpg?resize=768%2C931&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56;font-size:22px"><strong>“<em>Für mich steht beim Schreiben der Mensch im Mittelpunkt – mit seinen Beziehungen, Gefühlen und menschlichen Eigenheiten.</em>”</strong></p>



<p class="has-text-color has-normal-font-size wp-block-paragraph" style="color:#263c56">In der neuen Kurzgeschichte von <strong><strong><strong>Hadya Nassan-Agha-Schroll</strong></strong></strong> geht es um <em>Hannah und die Farbe Sand</em>. Eine Geschichte, die unsere Jury sehr berührt hat.<br>Im Interview verrät die Autorin, welche schönen Momente das Leben bereithält, was sie inspiriert und wie man mit Schreibblockaden gelassen umgeht.</p>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:10px"><em>Foto: <a href="https://pixabay.com/users/edar-609103/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=968603" target="_blank" rel="noopener">Edar</a> from <a href="https://pixabay.com/?utm_source=link-attribution&amp;utm_medium=referral&amp;utm_campaign=image&amp;utm_content=968603" target="_blank" rel="noopener">Pixabay</a></em></p>
</div></div>



<div style="height:17px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Welche Textgattung bevorzugst du?</strong><br>Bisher habe ich mich mehr an kleine Formen gehalten: Kurzgeschichten und Lyrik. Sehr fasziniert bin ich von Haikus. Manchmal habe ich ein schnelles Erfolgserlebnis, dann wieder brauchen drei Zeilen viel Zeit. Das ist eine gute Übung.</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Was hat dich zum Schreiben bewegt?<br></strong>Für etwas die richtigen Worte finden und diese niederzuschreiben, ist in meinem Leben immer wichtig und hilfreich gewesen.&nbsp;Außerdem beschert mir das Schreiben viele überraschende und schöne Momente, wenn sich zum Beispiel die Idee gut entwickelt und ich am Ende trotzdem genau dort lande, wo ich gar nicht hin wollte, ich aber zufrieden mit dem Ergebnis bin.&nbsp;</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Gibt es Themen, die dich als Autorin besonders interessieren?</strong><br>Für mich steht beim Schreiben der Mensch im Mittelpunkt – mit seinen Beziehungen, Gefühlen und menschlichen Eigenheiten. Auch wenn ich über etwas in der Natur schreibe, geht es letzten Endes um genau dieses urmenschliche Handeln, Denken und Fühlen.<br></p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Gibt es etwas, das dich beim Schreiben besonders inspiriert? Woher kommen deine Ideen?</strong><br>Kleine Beobachtungen im Alltag sind oft Anlass für mich, etwas niederzuschreiben und eine Geschichte zu entwickeln. Auch Missstände können inspirieren und motivieren zu schreiben. Manchmal fotografiere ich etwas, was mir auffällt, lasse das Foto auf mich wirken und schreibe dann meine Gedanken oder eine Geschichte dazu nieder.&nbsp;</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Wo schreibst du am liebsten? </strong><br>Ich schreibe da und dort: Im Kaffeehaus, allein zu Hause oder bei einer Zugfahrt. Manchmal möchte ich nicht allein schreiben und treffe mich mit anderen und wir schreiben zusammen.</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Zu welcher Tageszeit schreibst du am liebsten?<br></strong>Da habe ich keine Präferenz.</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Was tust du, um eine Schreibblockade zu lösen?</strong><br>Ich versuche nicht, dagegen anzukämpfen, sondern locker zu bleiben und ganz bewusst Ablenkung zu suchen, um es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal mit dem Thema zu probieren. Manchmal musste ich aber auch akzeptieren, dass eine Geschichte nicht geschrieben werden wollte.&nbsp;</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Was liest du gerade?</strong><br>Ich lese die Kurzgeschichten aus „Der Hase im Mond“ von Milena Michiko Flašar. Außerdem habe ich mit dem aktuellen Buch von Luca Kieser „Simsalabim, Simon Brenner“ begonnen. Das Zauberwort im Titel hat mich zum Lesen angestiftet.</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Welches Buch sollte deiner Meinung nach jede:r lesen?</strong><br>Stefan Zweigs „Die Welt von Gestern“.</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>Was schätzt du besonders an &amp;Radieschen?</strong><br>Ich schätze an &amp;Radieschen besonders, dass ich mitbekomme, welche Ideen andere Autor:innen haben und wie diese Ideen kreativ umgesetzt werden. Und: Die Lektüre von &amp;Radieschen ist nicht aufwändig, sondern gelingt leicht und locker und bringt mehr Literatur in meinen Alltag.&nbsp;</p>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56">           ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~</p>



<div style="height:27px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h3 class="wp-block-heading has-text-color" style="color:#263c56">mehr über Hadya Nassan-Agha-Schroll:</h3>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56">Ich bin 1974 in Hainburg an der Donau geboren und zweisprachig mit Deutsch und Arabisch in Niederösterreich und Wien aufgewachsen. Von Beruf bin ich Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapeutin in eigener Praxis. Ich lebe mit meiner Familie und unserem Hund in Wienerwald, wo ich mich auch in der Gemeinde engagiere.<br>Ich bin Mitorganisatorin der 1. Gablitz Schreibwerkstatt für Frauen. Kurze Texte, persönliche Gedanken zum Schreibprozess und Gedichte poste ich auf Instagram unter <a href="https://www.instagram.com/hadya_haiku/">hadya_haiku</a>.</p>



<div style="height:53px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded;grid-template-columns:33% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="587" data-attachment-id="5714" data-permalink="https://radieschen.at/home/design-ohne-titel/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?fit=1024%2C801&amp;ssl=1" data-orig-size="1024,801" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Design ohne Titel" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?fit=750%2C587&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?resize=750%2C587&#038;ssl=1" alt="Cover zögern" class="wp-image-5714 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?resize=300%2C235&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?resize=768%2C601&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="has-text-color has-background wp-block-paragraph" style="color:#263c56;background-color:#eeeded">Eine Kurzgeschichte von <strong><strong><strong>Hadya Nassan-Agha-Schroll</strong></strong></strong> findet man in unserer neuen Ausgabe mit dem Titel “zögern &amp; zagen”.<br>Die Autorin liest bei der Präsentation der Ausgabe am Sonntag, 27.9. um 19h im Café Anno!</p>



<div class="wp-block-buttons is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-fe48e5de wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-text-color has-background wp-element-button" href="https://radieschen.at/2026/08/23/ausgabe-79-zoegern-und-zagen/" style="background-color:#286fa2">zur aktuellen Ausgabe</a></div>
</div>
</div></div>



<div style="height:49px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/09/24/radieschen-interviewt-hadya-nassan-agha-schroll/">[&amp; Radieschen interviewt:] HADYA NASSAN-AGHA-SCHROLL</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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		<title>La Traviata</title>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Aug 2026 17:13:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zentrale Grundmuster der Operngeschichte! Von mir aus. Aber warum werden die Texte sprachlich nicht angepasst. Dieses schwülstige Gelaber ist ja nicht auszuhalten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/08/31/la-traviata/">La Traviata</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><em>La Traviata</em></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON ERIKA KRONABITTER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Da war ich wieder mal bei den Bregenzer Festspielen. Aufführungen am wunderschönen Bodensee habe ich bereits mehrmals besucht, auch wenn ich eine Kunstbanause bin. Die Kunstbanausen-Erkenntnis stammt nicht von mir – Eva krönte mich vor einigen Jahren mit diesem Titel. Ich hatte sie in ihrer Seniorenresidenz besucht und mich über die liebes- und todestriefenden Operntexte beklagt.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist opernimmanent. Die Opern <em>handeln</em> von unglücklicher Liebe und Tod“, sagte Eva in vorwurfsvollem Lehrerton. „Diese Motive sind zentrale Grundmuster der Operngeschichte.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist doch langweilig“, widersprach ich. „Ständig wiederholen sich die Verbindungen Liebe → Konflikt → Verlust → Tod.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sei es bei La traviata, hier geht es um Liebe, gesellschaftliche Ausgrenzung, Krankheit und Tod, bei Madama Butterfly um verlassene Liebe und Suizid, Carmen strotzt vor Leidenschaft, Eifersucht und Mord, Tristan und Isolde behandelt eine Liebe, die sich erst im Tod vollständig erfüllt, bei Roméo et Juliette ist es Liebe und gemeinsamer Tod, bei Rigoletto Liebe, Verrat und der Tod der Tochter, und bei Tosca ist Liebe, politische Gewalt, Mord und Selbstmord im Spiel.&nbsp;<br>Zentrale Grundmuster der Operngeschichte! Von mir aus. Aber warum werden die Texte sprachlich nicht angepasst. Dieses schwülstige Gelaber ist ja nicht auszuhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ach, was bist du für eine Kunstbanause!“ rief Eva erbost. „Das hat mit der Form der Oper zu tun. Oper braucht große emotionale Fallhöhen (als ob ich das nicht gewusst hätte). Eine glückliche, dauerhaft erfüllte Liebe ist dramaturgisch langweilig. Eine Liebe aber, die an gesellschaftlichen Normen, Macht, Familie, Eifersucht, Krieg oder Standesunterschieden zerbricht, ist <em>der</em> Baustein für die Dramaturgie, weil alle Emotionen zugespitzt werden können.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Dann wird es langsam an der Zeit”, sagte ich zu Eva, “dass sich die Dramaturgie anstrengt und neue Formen findet. Das Baumaterial ändert sich. Diese Themen und Spannungsbögen sind über vierhundert Jahre alt!”&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eva saß auf ihrem Bett und starrte wütend zum Fenster hinaus. “Was bist du für eine Kunstbanause”, wiederholte sie verächtlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">“Ich sage nichts gegen die Musik,” versuchte ich einzulenken. “Auch nichts gegen die Opernsängerinnen. Aber die Texte müssen angepasst werden. Die Sprache hat sich geändert. Die Wissenschaft, die Philosphie, religiöse Texte – alles hat einen Wandel durchgemacht.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eva ließ sich aufs Kissen zurückfallen, drehte sich zur Seite. “Ich bin müde”, sagte sie. “Bis zum nächsten Mal.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gab kein nächstes Mal. Eva vererbte mir einen runden Designer-Beistelltisch aus Chrom und Glas sowie ein niedriges Fauteuil mit braun-weiss-kariertem Seidenbezug, das ich als Bücherstapelstuhl verwende. Und für schriftliche Notizen. “Libretti verdrehen” habe ich hier notiert. Inspiriert durch Katja Renzlers Workshop “Märchen verdrehen*”. Auch Märchen bestehen (trotz der unglaublichen Vielfalt) aus Grundbausteinen. „Manche Märchen transportieren Vorstellungen, die nicht mehr zeitgemäß sind. Es ist höchste Zeit, sie umzuschreiben!“ schreibt Katja Renzler.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In ihrem Workshop werden aus einem Cocktail verschiedener Märchen neue Märchen gemixt und/oder Märchen als Vorlage genutzt und umgeschrieben, sodass sich moderne Märchen, emanzipierte Märchen, schräge Märchen, Horrormärchen usw. ergeben. – Ein Märchen-Update – … in meinem Fall wird es ein Libretto-Update. Und die Frau wird nicht sterben.</p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph"><em><br>* Märchen verdrehen – am 8. Jänner 2027<br>Ein ONLINE-Schreibworkshop mit Katja Renzler<br>www.bös.at</em></p>



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<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
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<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-2 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>ERIKA KRONABITTER</strong>: <br>Als&nbsp;<strong>Autorin</strong>&nbsp;versucht sie jeden Tag aufs Neue, am Schreiben „dran“ zu bleiben. Manchmal entsteht dabei Literarisches. Zuletzt entstand das Sachbuch <a href="https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/schreibpaedagogik/BEL448940" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schreibpädagogik. Eine Einführung</a><br>Als&nbsp;<strong>Schreibpädagogin</strong>&nbsp;versucht sie, die Lehrgangs- und Workshopteilnehmer:innen von der Lust der Inspiration zu begeistern und zur Umsetzung der Ideen zu animieren.&nbsp;<br>Als&nbsp;<strong>Organisatorin</strong>&nbsp;steht sie immer wieder vor der Tatsache, dass der Tag nur 24 Stunden hat und viele Ideen auf die Want-to-do-Liste gesetzt werden müssen.&nbsp;</p>
</div>
</div>



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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/08/31/la-traviata/">La Traviata</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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		<title>Editorial zu zögern &#038; zagen</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/08/23/editorial-zu-zoegern-zagen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 11:52:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten der Redaktion]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zögern Sie nicht, greifen Sie zu! Sehr gut!</p>
<p>Wenn Sie jetzt an einem Büchertisch stehen und mal ein bisschen durchblättern wollten, wenn Sie dieses Heft gerade aus der Post gezogen haben oder es Ihnen geschenkt wurde, keine falsche Zurückhaltung bitte: Lesen Sie, lesen Sie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/08/23/editorial-zu-zoegern-zagen/">Editorial zu zögern &amp; zagen</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die neue Ausgabe erscheint Ende September 2026!</strong></p>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-amp-radieschen wp-block-embed-amp-radieschen"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote hcb-fetch-image-from="https://radieschen.at/2026/08/23/ausgabe-79-zoegern-und-zagen/" class="wp-embedded-content" data-secret="aSKtFnSEWo"><a href="https://radieschen.at/2026/08/23/ausgabe-79-zoegern-und-zagen/">[Ausgabe #79:] – zögern &amp; zagen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="„[Ausgabe #79:] – zögern &amp; zagen“ – &amp; Radieschen" src="https://radieschen.at/2026/08/23/ausgabe-79-zoegern-und-zagen/embed/#?secret=w4SMausEIY#?secret=aSKtFnSEWo" data-secret="aSKtFnSEWo" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:60%">
<h2 class="wp-block-heading">Liebe Zagende, liebe Lesende!</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Zögern Sie nicht, greifen Sie zu! Sehr gut!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Sie jetzt an einem Büchertisch stehen und mal ein bisschen durchblättern wollten, wenn Sie dieses Heft gerade aus der Post gezogen haben oder es Ihnen geschenkt wurde, keine falsche Zurückhaltung bitte: Lesen Sie, lesen Sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Ausgabe des <em>&amp; Radieschen</em> erwarten Sie verhinderte Arbeiterführer und der Duft von Passionsfrucht im Zug, Geschichten über Abschiede von Menschen, Ideen und Wünschen und darüber, was ein Scheißfleck über eine Beziehung erzählt. Es wird danach gesucht, was hinter dem Schweigen eines kolorierten Fotos steckt und es werden Worte für die Tragfähigkeit von Staub gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Durch 147 Einsendungen durfte die Redaktionsjury sich zwischen den Hitzewellen des Sommers durchlesen. Wir haben es uns wie immer nicht leicht gemacht (wie auch, bei so vielen tollen Einsendungen) und freuen uns, dass unsere Autor*innen uns wieder so reich beschenkt haben, diesmal sowohl mit Lyrik, Prosa als auch Drama.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von Robert Anders und seiner Kolumne »Radieschen mal anders« verabschieden wir uns und sagen dir, Robert, danke für die vielen gemeinsamen Jahre in der Redaktion. Dafür erweitert Anika Kai Ste-nitzer ab sofort das zu bestellende Feld der Radieschen um eine frische Saat und wir dürfen sie mit ihrer neuen Kolumne »Sonnenblumenfeld« (S.5) im Heft begrüßen. Auch unsere anderen Kolumnen laden zum Spaziergang im redaktionseigenen Gemüsegarten ein, so zeigt etwa Fabian Navarro, wie literarisches Funmaxxing mit einem eigens dafür geschriebenen Tool geht und Stephanie Ortner nimmt uns zu einem Vor-der-Tür-Sitzen-Bleiben mit, das nicht ehrlicher zu sich selbst sein könnte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum also jetzt noch zagen und zaudern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lassen Sie sich als Lesende von uns durch 50 Seiten Literatur mitnehmen, entdecken Sie neue Stimmen und Texte, Erzählungen, die berühren und die Sie hoffentlich noch länger mit sich tragen werden. Vielleicht lassen Sie sich ja sogar inspirieren und greifen selbst zu Stift und Tastatur?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wenn ja, dann zögern Sie nicht und lassen uns teilhaben – der Einsendeschluss für das nächste &amp; Radieschen ist der 30. 9. und dann geht um nichts weniger als um »alles &amp; nichts«!</p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Katherina Braschel (kabra)</em></p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/08/23/editorial-zu-zoegern-zagen/">Editorial zu zögern &amp; zagen</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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		<title>[Ausgabe #79:] – zögern &#038; zagen</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/08/23/ausgabe-79-zoegern-und-zagen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 10:32:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nachrichten der Redaktion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5688</guid>

					<description><![CDATA[<p>mit Texten von: <br />
Katharina Ahlfeld, Sylvia Bacher, Juliane Brantner, Petra Camini, Katharina Dollmann, Melanie Falkensteiner, Elisabeth Grossfurtner, Felix Mayr, Susanna Melem, Elisabeth Mühlbacher, Harald Müller, Hadya Nassan-Agha-Schroll, Antonia Schneider, Christian Schwetz, Werner Stangl, Marie Ströbitzer, S.D. Zähringer<br />
sowie Illustrationen von: Isolde K. Bermann, Simon Scharinger und Eva Vasari</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/08/23/ausgabe-79-zoegern-und-zagen/">[Ausgabe #79:] – zögern &amp; zagen</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">[Ausgabe #79:] – zögern &amp; zagen</h2>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:44% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="587" data-attachment-id="5714" data-permalink="https://radieschen.at/home/design-ohne-titel/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?fit=1024%2C801&amp;ssl=1" data-orig-size="1024,801" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Design ohne Titel" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?fit=750%2C587&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?resize=750%2C587&#038;ssl=1" alt="Cover zögern" class="wp-image-5714 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?resize=300%2C235&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/08/Design-ohne-Titel.jpg?resize=768%2C601&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>mit Texten von:&nbsp;</strong><br>Katharina Ahlfeld, Sylvia Bacher, Juliane Brantner, Petra Camini, Katharina Dollmann, Melanie Falkensteiner, Elisabeth Grossfurtner, Felix Mayr, Susanna Melem, Elisabeth Mühlbacher, Harald Müller, Hadya Nassan-Agha-Schroll, Antonia Schneider, Christian Schwetz, Werner Stangl, Marie Ströbitzer, S.D. Zähringer<br><strong>sowie Illustrationen von:&nbsp;</strong>Isolde K. Bermann, Simon Scharinger und Eva Vasari</p>



<div class="wp-block-buttons has-custom-font-size has-extra-large-font-size is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div style="--wp--block-button--width: 100;" class="wp-block-button alignleft has-custom-width wp-block-button__width wp-block-button__width-100"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-text-color has-background has-large-font-size has-custom-font-size wp-element-button" href="https://radieschen.at/bestellung/" style="background-color:#0b5860">Ausgabe bestellen </a></div>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Präsentation der neuen Ausgabe:<br></strong>So, 27. September 2026, 19:00<br>Café Anno, Lerchenfelder Str. 132, 1080 Wien</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die neue Ausgabe von &amp;Radieschen wird wieder mit dem neuen DUM vorgestellt. <br>Für &amp;Radieschen lesen: Katharina Ahlfeld, Felix Mayr, Hadya Nassan-Agha-Schroll und S.D. Zähringer&nbsp;</p>



<div class="wp-block-group alignwide has-background" id="blick" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Heft</strong> .</p>



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		<title>Die Intention hinter dem Text</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/07/22/die-intention-hinter-dem-text/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2026 14:03:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer soll das lesen? Wen soll das interessieren?<br />
Fragen, die oft nicht nur von außen kommen, sondern vielfach bereits vorher in uns selbst zu klingen beginnen. Deshalb ist es umso wichtiger, mit einem guten Selbstwert an die Veröffentlichung eigener Texte zu gehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/07/22/die-intention-hinter-dem-text/">Die Intention hinter dem Text</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><strong>Die Intention hinter dem Text</strong></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><br><em>Wer soll das lesen? Wen soll das interessieren? </em><br><em>Fragen, die oft nicht nur von außen kommen, sondern vielfach bereits vorher in uns selbst zu klingen beginnen. Deshalb ist es umso wichtiger, mit einem guten Selbstwert an die Veröffentlichung eigener Texte zu gehen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON CLAUDIA DABRINGER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade lese ich ein Buch, dessen Titel ziemlich irreführend sein kann: “<a href="https://www.rheinwerk-verlag.de/anleitung-zum-unkreativsein-auf-anderen-wegen-zu-neuen-ideen/?srsltid=AfmBOopPFv_QB10nfWlHnjQjm8_0Tlhz2UUkdydS-4fQs-cwO-j7DVSU" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Anleitung zum Unkreativsein</a>”. Geschrieben hat es Dirk von Gehlen, der das Pferd vom Schwanz her aufzäumt. Er zeigt, wie man Kreativsein verhindern kann. Und erreicht damit genau das Gegenteil, nämlich dass man sich selbst sagt: “So möchte ich ganz bestimmt nicht sein/werden.” Und er stellt eine sehr wichtige Frage, nämlich nach der Motivation. Im Fall eines*einer Schreibenden würde sie vermutlich so lauten: “Warum will ich schreiben?” Oder genauer: “Warum will ich einen Roman schreiben?” <br>Ich persönlich habe einen Roman geschrieben, weil ich einen persönlichen Rachefeldzug starten wollte. Unnütz zu sagen, dass der Roman (bislang) noch nicht von der Stelle und aus der Schublade gekommen ist. Denn es kommt natürlich darauf an, eine gute Intention mit dem kreativen Schaffen zu verknüpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was hat der gute Vorsatz mit unserem Selbstwert zu tun? Mehr als wir glauben. Auf das Gefühl der Rache will ich hier nicht eingehen, das würde den Rahmen sprengen. Doch was sehr wohl von Bedeutung ist: Wir müssen uns gut fühlen mit dem, was wir in die Welt schicken. Rache mag sich zwar anfangs gut anfühlen, ist am Ende aber doch ziemlich destruktiv und erzeugt schlechtes Karma. Wenn ich allerdings der Meinung bin, eine Geschichte zu erzählen, die für andere spannend, interessant und horizonterweiternd sein kann, sieht die Sache schon ganz anders aus.&nbsp;<br>Dann stehe ich schon ganz gut da, wenn die ersten Reaktionen auf meinen Text kommen. Weil ich mit meiner Intention hinter dem Text stehen kann. Kritisiert jemand, was ich geschrieben habe, fällt es mir leichter, Werk und Identität zu trennen. Ich bin dann kein schlechter Mensch, nur weil ich etwas geschrieben habe, was jemandem anders nicht gefällt. Ich kann leichter zurück treten und in eine sachliche Diskussion gehen, beispielsweise wenn es um die Gestaltung von Figuren oder den Plot geht. Kurz: Ich nehme die Kritik weniger persönlich, was sich in vielen Fällen positiv auf den Text auswirken kann.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine gute Intention hilft aber auch dabei, den “Imposter” in uns in Schach zu halten. Das Syndrom zeichnet sich dadurch aus, dass man von extremen Selbstzweifeln geplagt wird, wenn es um die eigenen Fähigkeiten und Leistungen geht. Gerade Schreibende, die mit Kritik konfrontiert werden, kommen manchmal an den Punkt. Sie zweifeln ihr Denken, ihr Schreiben, ihre Perspektive an und wollen vielfach nur noch den Hut auf den Text hauen. Das Börsenblatt hat im Juni die <a href="https://www.boersenblatt.net/news/wer-bin-ich-wenn-ich-nicht-schreibe-426755" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Reihe “Wer bin ich, wenn ich nicht schreibe?</a>” gestartet, die sich mit Menschen beschäftigt, die aus dem Literaturbetrieb ausgestiegen sind. Nicht dass ich sie als am “Imposter-Syndrom” Leidende bezeichnen möchte: Frustration steht allemal im Raum, und unter der leiden auch jene, die sich mit wenig Selbstwert externen Beurteilungen stellen. Wer allerdings weiß, warum er*sie etwas genau so geschrieben hat, wie es nun einmal auf dem Papier steht, geht in Richtung Resilienz. Und macht sich dadurch nicht ganz so abhängig von der Anerkennung, über die wir uns am Ende der Geschichte natürlich alle freuen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Unterschied liegt im Detail der Erwartungshaltung. Brauchen wir Anerkennung, um uns gut zu fühlen oder empfinden wir Anerkennung lediglich als ein Sahnehäubchen? Wenn wir Probleme mit unserem Selbstwert haben, werden wir permanent danach trachten, für die öffentliche Anerkennung zu schreiben. Und wie schnell der Lese- und Schreibgeschmack sich ändern kann, erleben wir alle am eigenen Leib. Gerade in der heutigen Zeit, die vielfach durch schnelle Likes geprägt ist, kann die Welt ins Wanken kommen, wenn weniger Zustimmung kommt als erwartet. Verschiebe ich allerdings den Fokus auf mich persönlich, wird vieles entspannter. Dann kann ich mich loben, weil ich an meinem Handwerk feile. Dann kann ich mich loben, weil ich dran bleibe und etwas vollende. Dann kann ich zufrieden mit mir sein, weil ich meinen Text in die Welt getragen habe. Was die anderen daraus machen, findet in deren Köpfen statt.</p>



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<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-3 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>CLAUDIA DABRINGER</strong>: <br>Als <strong>Journalistin</strong> ziehen sie tagtäglich aktuelle Themen in ihren Bann und eröffnen ihr neue Welten. <br>Als <strong>Autorin</strong> gräbt sie nach Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. <br>Als <strong>Schreibpädagogin</strong> und Fachtrainerin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken und sie in Worte zu fassen.</p>
</div>
</div>



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<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong></p>
</div>
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		<title>Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jun 2026 07:09:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn KI verwendet wird, um das eigene Schreiben zu ersetzen, zu verbessern zu ergänzen, stellen sich Fragen zu Urheberschaft, Plagiat, Besitz, Diebstahl und Autor:innenschaft: KI-Modelle wurden mit den Werken echter Autor:innen trainiert. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/">Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><em>Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</em></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON ERIKA KRONABITTER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph">Kürzlich erzählte jemand, die Verlage würden sich beklagen, dass oft an <em>einem</em> Tag von <em>einem</em> Autor <em>fünf</em> (!) Romanmanuskripte eingereicht würden. Man habe daher die Regelung geschaffen, dass pro Autor und Tag nur zwei Manuskripte eingereicht werden dürfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während meines Studiums klagte der Verlagsleiter eines Tiroler Verlages, dass jährlich etwa 5000 Manuskripte eingesendet würden und der Verlag damit total überfordert sei. Die Autor:innen, berichtete er aus der Praxis, hätten eigentlich keine Chance, dass ihre Einsendung gelesen, geschweige denn ihr Buch gedruckt werde, wenn sie dem Verlag nicht bereits bekannt seien bzw. Beziehungen bestünden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und nun schreibt da einer mit der KI und wirft die Bücher nur so raus. Macht neben vielem anderen den Markt kaputt, denn das weiß ich seit meinem Studium: Literatur ist ein Markt, auch wenn Autor:innen dies früher als&nbsp; Degradierung verstanden und sich dagegen vehement zur Wehr gesetzt haben. Unsere Bücher sind Produkte mit Marktwert, welche Preisschwankungen oder Preisbindungen unterworfen sind, für die es sich lohnt, Werbung zu machen und über eine Interessensgemeinschaft vertreten zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">KI verwenden – oder mit KI schreiben. Das ist <em>ein weites Feld.</em> KI als Werkzeug zu verwenden ist, salopp gesagt, die Erweiterung unseres Laptops. Früher fand dieser technische Sprung von der mechanischen zur elektrischen zur elektronischen Hardware statt,Korrekturen mit Radiergummi, Tippex, Matrizenlack (ich habe selbst noch so gearbeitet) wurden durch die technischen Neuerungen obsolet. Recherchen im Lexikon, schriftliche Anfragen in Archiven und lange Wartezeiten sind durch die digitalen Zugriffsmöglichkeiten auf Datenbanken der Nationalbibliothek und verschiedene Archive in der ganzen Welt überholt. KI ist also Werkzeug – einerseits.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits kann KI als Schreibpartnerin eingesetzt werden. Anlässlich meiner langandauernden Schreibblockade hat mich eine Freundin unterstützt und wir haben uns jeden Donnerstag zwei Stunden am Computer verabredet: eine Stunde schreiben, eine Stunde gegenseitiges Vorlesen. Sie in Oberösterreich, ich in Vorarlberg. Sie hat mich begleitet und ermutigt, weiter zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Möglichkeiten von KI sind ähnlich: KI wird zur Partner:in, die bei einer Blockade Vorschläge liefert oder alternative Szenarien vorschlägt. KI kann die stilistische Feinarbeit vornehmen, Wortwiederholungen anzeigen (automatische Rechtschreibkorrekturen usw. gibt es jetzt schon), KI kann auch für Recherchezwecke eingesetzt werden (ist aber nur bedingt zuverlässig: Es ist unerlässlich, den KI-Output durch andere Quellen zu verifizieren).&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn KI verwendet wird, um das eigene Schreiben zu ersetzen, zu verbessern zu ergänzen, stellen sich Fragen zu Urheberschaft, Plagiat, Besitz, Diebstahl und Autor:innenschaft: KI-Modelle wurden mit den Werken echter Autor:innen trainiert. Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) digitalisierte in den vergangenen Jahren in einer Public-Private-Partnership mit Google hunderttausende urheberrechtsfreie Werke. Im Netz findet man bei Google aber auch Werke von lebenden Autor:innen – oft ohne deren explizite Zustimmung.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Schriftsteller:innen lehnen die Nutzung daher aus Prinzip oder aus Solidarität mit Kolleg:innen ab. Ich persönlich habe zu dieser ablehnenden Haltung ein gespaltenes Verhältnis: Es sind wahrscheinlich auch meine Texte digitalisiert und somit gestohlen und nun ins ewige Netz eingespeist worden. Somit bin ich Mitbesitzerin dieses digitalen Reiches und kann es auch für meine Zwecke verwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Literaturphilosophisch wird argumentiert, Literatur bestehe vor allem darin, menschliche Erfahrungen, Wahrnehmungen und Gefühle auszudrücken während KI keine eigenen Erfahrungen und keine Biografie habe und daher nur Muster erzeuge.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem ist entgegenzuhalten, dass auch viele Autor:innen über Erfahrungen schreiben, die sie so nicht gemacht haben. Die <em>Geisha von Arthur Golden</em> zeigt beispielhaft, wie sich ein Autor eine Figur hineinversetzen kann, mit der ihn nichts verbindet, außer der Tatsache, dass beide Menschen sind:&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Autor des Romans ist ein Mann, seine Protagonisten eine Frau,</p>



<p class="wp-block-paragraph">der Autor ist Amerikaner, die Geisha ist Japanerin,</p>



<p class="wp-block-paragraph">der Autor und seine Heldin entstammen Gesellschaften, deren Sitten, Wertmaßstäbe und Möglichkeiten sich grundlegend voneinander unterscheiden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Augenmerk in der Literaturwissenschaft liegt auf der Intertextualität. Der Begriff wurde Ende der 1960er Jahre von der Literaturtheoretikerin Julia Kristeva geprägt und besagt, dass ein literarischer Text kein geschlossenes System ist, sondern immer auf andere Texte verweist.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Texte existieren demnach nicht isoliert, sondern treten durch Zitate, Anspielungen, Motive oder Strukturen in einen direkten Dialog mit anderen Texten. Jeder Text ist demnach ein Geflecht aus bereits bestehenden kulturellen und sprachlichen Elementen. – Dein Text, mein Text, Texte von J.K&nbsp; Rowling, Stephen King und alle anderen.Wir sind ständig im Austausch mit den anderen, mit dem Lesen, Hören, Vorträgen, Lyrik usw. Man spricht von <em>nicht supervidiertem</em> Lernen: Allein das Hören, das Lesen bringt bereits eine unbewusste Aneignung von Texten mit sich, die das Gehirn beim Schreiben wieder „ausspuckt“. Die KI ist sozusagen nicht mehr als die Erweiterung meines Gehirns, aus dem ich meine Inspiration schöpfe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist auch nicht so, dass meine eigene künstlerische Stimme verdrängt wird, wenn ich das nicht will. Als mündige Autorin habe ich es selbst in der Hand, generierte Texte in meinen Ton zu setzen – <em>wenn</em> ich einen Ton für mein Schreiben gefunden habe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine wichtige Überlegung, KI-generierte Texte in der eigenen Literatur zu verwenden, ist die Frage nach dem „Warum“: Warum nutze ich KI? Warum bediene ich mich nicht meines eigenen Verstandes, warum lasse ich mich beim Denken lieber <em>bedienen</em>?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahr, das Selbstdenken zu verlernen, ist groß. Alles, das du <em>abgibst</em>, birgt die Gefahr des Verlernens, somit <em>unmündiger</em> zu werden. Aufklärung aber, so der große Philosoph Immanuel Kant, ist ja genau das Gegenteil, nämlich das Heraustreten des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Selbstverschuldet ist die Unmündigkeit, wenn man sich trotz seines Verstandes von anderen leiten lässt und sich nicht seines eigenen Verstandes bedient.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Klar ist jedenfalls: <em>Meine</em> Biografie, <em>mein</em> persönliches Erleben, <em>meine</em> geheimen Überlegungen kann die KI nicht kennen und nicht wissen. Also ist hier mein <em>eigenes</em> Schreiben gefragt. Und so ist es auch beim Erstellen eines <em>eigenen</em> Textes: Wenn <em>mir</em> ein Gedicht, eine Erzählung – und sei es nur die Passage einer Geschichte – besonders gelungen ist, fühlt es sich mega gut an. Ob das beim Generieren durch die KI auch passiert, ob ich dann auch dieses Glücksgefühl erlebe, diese Freude, dass <em>mir</em> das gelungen ist, weiß ich nicht.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht aber doch, wenn ich den KI-Vorschlag wieder bearbeite, den Text verändere … dem Text meine eigene Sprache, meinen eigenen Ton gebe …?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das musst du selbst entscheiden.</p>



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<div class="wp-block-group has-background" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:100%">
<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-4 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>ERIKA KRONABITTER</strong>: <br>Als&nbsp;<strong>Autorin</strong>&nbsp;versucht sie jeden Tag aufs Neue, am Schreiben „dran“ zu bleiben. Manchmal entsteht dabei Literarisches. Zuletzt entstand das Sachbuch <a href="https://www.beltz.de/fachmedien/erziehungswissenschaft/schreibpaedagogik/BEL448940" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Schreibpädagogik. Eine Einführung</a><br>Als&nbsp;<strong>Schreibpädagogin</strong>&nbsp;versucht sie, die Lehrgangs- und Workshopteilnehmer:innen von der Lust der Inspiration zu begeistern und zur Umsetzung der Ideen zu animieren.&nbsp;<br>Als&nbsp;<strong>Organisatorin</strong>&nbsp;steht sie immer wieder vor der Tatsache, dass der Tag nur 24 Stunden hat und viele Ideen auf die Want-to-do-Liste gesetzt werden müssen.&nbsp;</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns alignwide has-background is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex" style="background-color:#eeeded">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:15%">
<figure class="wp-block-image"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="300" height="108" data-attachment-id="5388" data-permalink="https://radieschen.at/2026/03/12/schreiben-uebers-schreiben/boes-logo/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" data-orig-size="300,108" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="BOeS-Logo" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?fit=300%2C108&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/03/BOeS-Logo.png?resize=300%2C108&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5388"></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow" style="flex-basis:80%">
<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong></p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/29/sollen-schriftstellerinnen-mit-ki-schreiben/">Sollen Schriftsteller:innen mit KI schreiben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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		<title>CELESTE ILKANAEV (cel)</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jun 2026 17:42:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[&Radieschen interviewt]]></category>
		<category><![CDATA[blog]]></category>
		<category><![CDATA[Unsere Redaktionsmitglieder im Fragebogen-Interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Celeste Ilkanaev ist seit 2024 im Redaktionsteam des &#038; Radieschen und   betreut/ moderiert auch die Sonntags-Lesungen im Café Anno. Außerdem ist sie Autorin der Kolumne "alltagstauglich".</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/">CELESTE ILKANAEV (cel)</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-color has-large-font-size wp-block-paragraph" style="color:#263c56"><strong>&amp; RADIESCHEN-FRAGEBOGEN INTERVIEW</strong><br>diesmal mit<strong> &amp; Radieschen-Redaktionsmitglied CELESTE ILKANAEV</strong></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile has-background" style="background-color:#eeeded;grid-template-columns:47% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="943" data-attachment-id="5557" data-permalink="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/screenshot/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/celeste.jpg?fit=1125%2C1416&amp;ssl=1" data-orig-size="1125,1416" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;Screenshot&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;1769964426&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;Screenshot&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;1&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Screenshot" data-image-description data-image-caption="<p>Screenshot</p>
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<pre class="wp-block-verse has-text-color" style="color:#263c56"><strong><em><br></em></strong><em><strong>"Tatsächlich schreibe ich viel aus Wut; im Text verwandelt sich diese Wut dann in Ironie und Humor."</strong></em></pre>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56">Celeste Ilkanaev ist seit 2024 im Redaktionsteam des <em>&amp; Radieschen</em> und   betreut/ moderiert auch die Sonntags-Lesungen im Café Anno. Außerdem ist sie Autorin der Kolumne “alltagstauglich”.</p>
</div></div>



<div style="height:56px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wann hast du zu schreiben begonnen – und warum machst du es heute noch?</strong><br>Ich habe mit acht Jahren mein erstes Tagebuch bekommen und begonnen, sporadisch zu schreiben. Da mein Deutsch mit elf noch nicht so gut war, empfahl mir meine Lehrerin, regelmäßig Tagebuch zu führen. Seitdem schreibe ich. Mit 14 folgten die ersten Kurzgeschichten, damals vor allem Liebesgeschichten. Heute schreibe ich so ziemlich alles, außer das.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Gibt es etwas, das dich beim Schreiben besonders inspiriert? Woher kommen deine Ideen?</strong><br>Meine Ideen kommen aus dem Alltag. Ich begegne täglich inspirierenden Menschen und Szenen – manche sind schön, manche ärgern mich. Tatsächlich schreibe ich viel aus Wut; im Text verwandelt sich diese Wut dann in Ironie und Humor.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du bist Teil des &amp;Radieschen-Redaktionsteams. Wann und wie bist du eigentlich zu &amp;Radieschen gekommen – und wieso bist du geblieben?</strong><br>Ich bin im Jänner 2024 zum &amp;Radieschen-Team gestoßen. Die Menschen und die Kunst, die ich dadurch kennengelernt habe, bereichern mich enorm. Mittlerweile kann ich mir ein Leben ohne ALSO gar nicht mehr richtig vorstellen …</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Du bewertest bei &amp;Radieschen die Texteinsendungen mit. Was muss ein Text für dich können, um dein Herz zu erobern?</strong><br>Das Wichtigste für mich ist, dass ein Text etwas in mir bewegt, ganz gleich, ob es Ekel, Freude oder Trauer ist. Hauptsache, er langweilt mich nicht.<br></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wo liest du die Einsendungen am liebsten?</strong><br>Ich lese die Einsendungen am liebsten im&nbsp;<em>Miles Smiles</em>, einem Jazz-Beisl, gemeinsam mit den Stammkunden dort. Wir lesen uns die Texte abwechselnd vor und diskutieren sie. Meistens sind wir uns einig, aber manchmal wecken die Texte ganz unterschiedliche Gefühle in uns. Genau das macht es so spannend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Hast du Tipps für unsere Autor*innen gegen die gefürchtete Schreibblockade?</strong><br>Ausstellungen! Ich stehe gerne vor Gemälden, Fotografien oder Skulpturen und beschreibe einfach das, was ich in diesem Moment sehe und fühle.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Welches Buch hat dich zuletzt besonders begeistert?</strong><br>Als Journalistin: „Über das Meer” von Wolfgang Bauer.&nbsp;Als Autorin: „Märtyrer!” von Kaveh Akbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was liest du am liebsten, wenn du einfach mal nur entspannen möchtest?</strong><br>Am liebsten lese ich Bücher von Autor:innen mit Migrationsgeschichte. Sie entspannen mich, weil ich mich darin gesehen und gehört fühle. Oft sind sie sehr nah an den Erfahrungen geschrieben, die viele von uns im deutschsprachigen Raum machen. Man erkennt sich in den Familienstrukturen wieder, in deren spezifischer Wärme und Härte, im Identitätskonflikt oder auch in der Suche nach sich selbst.</p>



<div style="height:44px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Celeste Ilkanaev</strong> ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Momentan ist sie Redakteurin bei JETZT.at und recherchiert gemeinsam mit dem “Institut für Medien, Politik und Theater” zum Wiener Mietmarkt. Gründerin von der monatlichen Lese- und Musikreihe “Gesellschafts(un)tauglich” im Miles Smiles, Mitgründerin von der Lesereihe “Wortgemetzel” in der Semmelweisklinik. Sie schreibt gesellschaftskritische Prosa.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="168" height="280" data-attachment-id="143" data-permalink="https://radieschen.at/radieschen/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?fit=168%2C280&amp;ssl=1" data-orig-size="168,280" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;}" data-image-title="radieschen" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?fit=168%2C280&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2023/03/radieschen.png?resize=168%2C280&#038;ssl=1" alt class="wp-image-143" style="width:50px;height:83px"></figure>
</div>


<h3 class="wp-block-heading has-text-color" style="color:#263c56">Celeste Ilkanaev (cel) im &amp;Radieschen</h3>



<p class="has-text-color wp-block-paragraph" style="color:#263c56">Die Kolumne “alltagstauglich” ist die jüngste Kolumne unserer Zeitschrift. Die zweite Folge erscheint in unserer neuen Nummer mit dem Titel “Tür &amp; Angel”.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="530" data-attachment-id="5558" data-permalink="https://radieschen.at/2026/06/04/celeste-ilkanaev-cel/radieschentuer_kern1/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?fit=1240%2C876&amp;ssl=1" data-orig-size="1240,876" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="Radieschen#Tür_KERN1" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?fit=750%2C530&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=750%2C530&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5558" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=1024%2C723&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=300%2C212&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?resize=768%2C543&amp;ssl=1 768w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/06/RadieschenTuer_KERN1.jpg?w=1240&amp;ssl=1 1240w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px">aus der brandneuen Ausgaben:  Tür &amp; Angel, Juni 2026</p>



<div style="height:18px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div class="wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div class="wp-block-button is-style-outline is-style-outline--1"><a class="wp-block-button__link has-text-align-center wp-element-button" href="https://radieschen.at/ausgaben/">zum Ausgabenarchiv</a></div>
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		<title>[Ausgabe #78:] – Tür &#038; Angel</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 20:24:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten der Redaktion]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://radieschen.at/?p=5523</guid>

					<description><![CDATA[<p>mit Texten von: Sylvia Bacher , Annika Bucher, Lars-Reimer Gellner, Thomas Kodnar, Marie Hahn, Birgit Koxeder-Hessenberger , Olaf Lahayne, Anna Mayer,  Gabriela Mittendorfer, Heike Pichler , Kaia Rose, Katharina Schrempf, Kristina Schrötz, Alexander Sprung, Jakob Tschachler, Tina Wodiunig<br />
sowie Illustrationen von: Isolde K. Bermann, Stefanie Guserl und Eva Vasari</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/">[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">[Ausgabe #78:] – Tür &amp; Angel</h2>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile" style="grid-template-columns:44% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img data-recalc-dims="1" decoding="async" width="750" height="587" data-attachment-id="5705" data-permalink="https://radieschen.at/2026/05/27/ausgabe-78-tuer-angel/tuer-cover/" data-orig-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/tuer-cover.jpg?fit=1024%2C801&amp;ssl=1" data-orig-size="1024,801" data-comments-opened="1" data-image-meta="{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;alt&quot;:&quot;&quot;}" data-image-title="tür cover" data-image-description data-image-caption data-large-file="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/tuer-cover.jpg?fit=750%2C587&amp;ssl=1" src="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/tuer-cover.jpg?resize=750%2C587&#038;ssl=1" alt class="wp-image-5705 size-full" srcset="https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/tuer-cover.jpg?w=1024&amp;ssl=1 1024w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/tuer-cover.jpg?resize=300%2C235&amp;ssl=1 300w, https://i0.wp.com/radieschen.at/wp-content/uploads/2026/05/tuer-cover.jpg?resize=768%2C601&amp;ssl=1 768w" sizes="(max-width: 750px) 100vw, 750px"></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>mit Texten von:&nbsp;</strong>Sylvia Bacher&nbsp;, Annika Bucher, Lars-Reimer Gellner, Thomas Kodnar, Marie Hahn, Birgit Koxeder-Hessenberger&nbsp;, Olaf Lahayne, Anna Mayer,  Gabriela Mittendorfer,&nbsp;Heike Pichler&nbsp;, Kaia Rose, Katharina Schrempf, Kristina Schrötz, Alexander Sprung, Jakob Tschachler, Tina Wodiunig<br><strong>sowie Illustrationen von: </strong>Isolde K. Bermann, Stefanie Guserl und Eva Vasari</p>



<div class="wp-block-buttons has-custom-font-size has-extra-large-font-size is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex">
<div style="--wp--block-button--width: 100;" class="wp-block-button alignleft has-custom-width wp-block-button__width wp-block-button__width-100"><a class="wp-block-button__link has-white-color has-text-color has-background has-large-font-size has-custom-font-size wp-element-button" href="https://radieschen.at/bestellung/" style="background-color:#11410a">Ausgabe bestellen </a></div>
</div>
</div></div>



<div style="height:31px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<div style="height:18px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Präsentation der neuen Ausgabe:<br></strong>So, 28. Juni 2026, 19:00<br>Café Anno, Lerchenfelder Str. 132, 1080 Wien</p>



<div class="wp-block-group alignwide has-background" id="blick" style="background-color:#eeeded"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Blick ins Heft</strong> .</p>



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		<title>Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</title>
		<link>https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[&#38; Radieschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 May 2026 12:50:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Schreiben übers Schreiben]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die berühmten W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Wie – manchmal und idealerweise ergänzt um das Warum) sind die Grundausstattung journalistischen Arbeitens. Dabei wurden sie ursprünglich noch nicht einmal vom Journalismus erfunden, sondern in der Antike ...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://radieschen.at/2026/05/24/das-genaue-hinschauen/">Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</a> erschien zuerst auf <a href="https://radieschen.at">&amp; Radieschen</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="has-text-align-right has-background wp-block-paragraph" style="background-color:#e4e3e3;font-size:20px">✒️ <strong>SCHREIBEN ÜBERS SCHREIBEN</strong></p>



<h1 class="wp-block-heading"><br><strong><strong>Das genaue Hinschauen macht den Unterschied</strong></strong></h1>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>VON CLAUDUA DABRINGER</strong></p>



<div style="height:11px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:30px"><em>Die journalistische Herangehensweise an das Schreiben kann dem Autor:innentum Tiefe und Expertise bringen.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die berühmten W‑Fragen (Wer, Was, Wann, Wo, Wie – manchmal und idealerweise ergänzt um das Warum) sind die Grundausstattung journalistischen Arbeitens. Dabei wurden sie ursprünglich noch nicht einmal vom Journalismus erfunden, sondern in der Antike von Richtern, Anwälten und Philosoph:innen dazu herangezogen, um Sachverhalte aufzuklären. Nun: In der heutigen Zeit braucht es mehr denn je diese Fragen, um komplizierte und komplexe Sachverhalte aufzuklären – auch für Autor:innen. Rudyard Kipling drückte das in einem kleinen Gedicht aus:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>I keep six honest serving-men</em> <em>(They taught me all I knew);</em> <em>Their names are What and Why and When</em> <em>And How and Where and Who.</em><br><em>(„Ich habe sechs ehrliche Diener, sie brachten mir alles bei, was ich weiß; ihre Namen sind Was und Warum und Wann und Wie und Wo und Wer.“)</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade wenn es um das Verfassen literarischer Geschichten geht, können diese “sechs ehrlichen Diener” eine Hilfe sein, um Klarheit, aber auch Prägnanz in das Schreibvorhaben grundsätzlich, aber auch die Geschichte im Speziellen zu bringen. Gehen wir sie in der Kipling’schen Reihenfolge durch:</p>



<div style="height:44px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



<h2 class="wp-block-heading">Was?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Vorbereitung hilft das Was, uns darüber klar zu werden, worüber wir eigentlich schreiben möchten. und im Schreibvorgang unterstützt es dabei, auf der gewählten Linie zu bleiben und nicht den roten Faden zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Warum?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich persönlich die wichtigste Frage diesseits und jenseits des weißen Blattes oder Bildschirms, aber beim Schreiben vor allem aus einem Grund: sich selbst und die Intention zu hinterfragen. Die Autorin und Feministin Gertraud Klemm hat in einem bald erscheinenden Interview auf dem BÖS-Blog folgende Blickwinkel eröffnet:&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>Warum schreibe ich? Wegen des Geldes? Bestimmt nicht. Wegen der Aufmerksamkeit? Schon eher. Von wem bekomme ich die, was bringt sie mir und zu welchem Preis kommt das alles?&nbsp;</em><br><em>Schreibe ich, um geliebt zu werden? Wenn ja – kann ich bestimmen, wer mich liebt, wie lange will ich von wem geliebt werden, und wie werd ich die Liebe wieder los??</em><br><em>Oder schreibe ich wegen des Bedürfnisses, die Welt besser zu verstehen und sie mir selbst zu erklären? Wenn ja – ertrage ich, es mit einem Gegenüber aufzunehmen, das immer anonymer wird, das zunehmend despotischer wird, das ständig die Regeln ändern kann?</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Im Schreibprozess selbst hilft das Warum, um die Beweggründe der handelnden Personen zu hinterfragen und ihre Aktivitäten und Aktionen authentisch erscheinen zu lassen. Auch ist es wichtig für das Setting. Beispielsweise hilft es der Stringenz eines Textes, zu begründen, warum eine grüne Vase oder ein Paar ausgelatschte Schuhe wichtig für den Plot sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wann?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Herauszufinden, wann man am besten schreibt, ist wohl eines der großen Geheimnisse der literarischen Produktivität. Von vielen Schriftsteller:innen ist bekannt, dass sie entweder morgens oder spätabends am besten geschrieben haben. In den seltensten Fällen dauerte ihr Fokus länger als drei bis fünf Stunden. Herauszufinden, welcher Schreibtyp man ist, hilft bei der Beantwortung der Frage nach dem Wann immens. Im Schreibprozess spielt diese Frage eine Rolle, wenn wir zu entscheiden haben, ob wir unsere Geschichte in einer bestimmten historischen Periode ansiedeln. Daraus resultiert, dass wir in die journalistische Qualität der Recherche tauchen müssen, um alles zu erfahren, was signifikant für diesen Zeitraum sein könnte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wie?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schreibvorbereitung ist es wichtig, das richtige Medium für sich zu wählen. Schreibe ich mit der Hand in einen Notizblock, ein Schreibbuch oder auf Flipchart-Blätter? Oder entscheide ich mich für den Laptop und alle Möglichkeiten, die schnelles Reagieren und Korrigieren leichter macht. Von Daniel Kehlmann beispielsweise ist bekannt, dass er erste Entwürfe immer händisch in ein Notizbuch schreibt. Elfriede Jelinek wiederum ist bekannt für ihre enge Verbindung zu Bildschirm und Tastatur.<br>Beim Schreiben selbst ist das Wie verknüpft mit der Erzählperspektive, dem Tempus und der Wortwahl. Aus welcher Perspektive man eine Geschichte schreibt, setzt den Ton für einen Text, ebenso wie die Entscheidung für Präsens, Imperfekt oder Perfekt – oder eine Mischung. Und es macht auch einen Unterschied, ob man Dinge beim konkreten Namen nennt oder für sich eine eher komplexere Sprache beschließt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wo?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Kaffeehaus oder unter dem Dach, in einer einsamen Hütte oder am Meer – die Orte, wo wir unsere Texte verfassen, sind vielfältige wie unsere Schreibideen. Aus Erfahrung weiß ich, dass vielfach die Natur als wichtiges Kriterium genannt wird. Entweder wünscht man sich eine überdachte Terrasse mit Blick ins Grüne oder zumindest ein Fenster mit Blick ins Grüne, durch das man während des Schreibens schauen kann. George Bernard Shaw soll das zelebriert haben, indem er sich in seinem Garten eine hölzerne Klause auf einer rotierenden Plattform bauen ließ, um immer wieder neue Perspektiven zu bekommen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Inhalt eines Textes kommt häufig auch nicht um ein örtliches Setting herum. Wie man eine Örtlichkeit greifbar macht oder welche Rolle sie im Plot spielt, sind nur zwei Fragen, die sich Schreibende zu stellen haben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wer?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Vielfach haben Schreibende ein Problem damit, sich als Autor:innen zu beschreiben. Denn wann genau wird man dazu? Mit dem ersten Gedicht? Der ersten Publikation? Dem ersten Buch? Das führt häufig zu Selbstzweifeln, denn oft fragt man sich, wer denn das lesen soll, was man vom Kopf aufs Papier bringen will. Eine erweiterte Version dieser Frage wäre also: Wer bin ich, dass ich ein Buch schreiben kann? Diese Selbstzweifel verfliegen meistens sehr schnell, wenn man den Schritt in Schreibgruppen oder Schreibworkshops wagt. Denn dort merken wir sehr schnell, dass unsere Worte definitiv Relevanz haben – was wiederum unsere Selbstzweifel in Schach hält, idealerweise zum Verschwinden und uns in die Selbstermächtigung bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Erzählung – ob Short Story oder Roman – lebt von den Charakteren. Sie genau zu definieren, ihre Merkmale zu nennen und der Leser:innenschaft damit eine Identifikationsfläche zu bieten, ist essenziell für jede:n Autor:in. Sherlock Holmes spielte die Geige, wenn ihm langweilig war. Und die Liste der Eigenarten der TV-Serienfigur Monk würden diesen Text sprengen. Meistens reichen drei Merkmale: ein optisches, ein sprachliches und ein widersprüchliches.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich als Autor:in mit den W‑Fragen zu beschäftigen, unterstützt also nicht nur den Text, sondern auch dessen Vorbereitung. Und sie verleiht der Arbeit eines Autors/einer Autorin Tiefe und Glaubwürdigkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">PS: Der Vollständigkeit halber und weil das zu Rudyard Kiplings Zeiten noch kein großes Thema war: Das moderne siebte W ist das Woher. Denn seit wir es mit Fake News zu tun haben, wird das Nennen der Quelle immer wichtiger.&nbsp;</p>



<div style="height:30px" aria-hidden="true" class="wp-block-spacer"></div>



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<p class="has-text-color has-link-color has-small-font-size wp-elements-5 wp-block-paragraph" style="color:#0b0f5b">✒️ <strong>CLAUDIA DABRINGER</strong>: <br>Als <strong>Journalistin</strong> ziehen sie tagtäglich aktuelle Themen in ihren Bann und eröffnen ihr neue Welten. <br>Als <strong>Autorin</strong> gräbt sie nach Geschichten, die es wert sind, erzählt zu werden. <br>Als <strong>Schreibpädagogin</strong> und Fachtrainerin unterstützt sie Menschen dabei, ihre Talente zu entdecken und sie in Worte zu fassen.</p>
</div>
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<p class="wp-block-paragraph" style="font-size:14px"><strong><strong>Die Reihe „Schreiben übers Schreiben“ wird vom </strong></strong><br><strong><strong><a href="https://www.xn--bs-fka.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Berufsverband Österreichischer Schreibpädagog:innen (BöS)</a> gestaltet.&nbsp;</strong></strong><br><br></p>
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