In dem Grafic Novel “Mein Papa ist kein Mörder” geht es nicht nur um die Schuldfrage. Es geht auch und vor allem ums Weiterleben nach dem Urteilsspruch. Wie geht es der Familie während der Papa im Gefängnis ist? Wie geht es ihr danach? Christine Hubka, lange als Gefängnisseelsorgerin in Wien tätig, gewährt tiefen Einblick in den Alltag einer betroffenen Familie. Da geht es nicht nur um die Anfeindungen, welche die Kinder im Schulalltag erleben. Es geht auch um die prekäre finanzielle Situation, in der sich die Familie plötzlich befindet, weil Papas Gehalt wegfällt.
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[& Radieschen interviewt:] VERA LÖRKS
Ich schreibe am liebsten Kurzgeschichten, weil ich da verschiedene Genres ausprobieren kann. Manchmal werde ich dabei überrascht. Krimis mag ich z.B. gar nicht, aber ein Kurzkrimi, bei dem ein Rasenmähroboter als Detektiv ermittelt, ist einer meiner liebsten Texte überhaupt geworden. Ansonsten schreibe ich hauptsächlich für Kinder. Für mich sind sie die anspruchsvollste Zielgruppe aber auch die, die am meisten Begeisterung zeigen.
[Rezension] “NACHTSCHATTEN IM FRAUENHAARMOOS” von Sofie Morin und Ulrike Titelbach:
»Ich beginne in der Nacht, da alles in der Nacht beginnt, aus der heraus sich der Trost schält.«(Sofie Morin) So beginnen die phytopoetischen Dialoge, die sich Sofie Morin und Ulrike Titelbach über einen längeren Zeitraum hinweg zugeschickt haben. Herausgekommen sind zarte, in lyrische Sprache gegossene Naturbeobachtungen, Assoziationen und Empfindungen – immer ausgehend von einer Pflanze. Wie etwa Arisaema franchetianum (Feuerkolben): »Weil mich dein Name an Gewehrkolben erinnert. An Männer, die sie nahe an der Wange führen. Im Dienst der Präzision.« (Ulrike Titelbach)
[& Radieschen interviewt:] MAGDALENA STEINER
Ein wichtiger Aspekt im Leben ist es, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können und Empathie zu zeigen. Ich finde es spannend, in andere Rollen zu schlüpfen und dadurch Charaktere zum Leben zu erwecken, die vielleicht ähnliche (aber meist überspitzte) Herausforderungen bewältigen wie echte Menschen.
[REZENSION:] “DIR ZUGENEIGT” von Astrid Kohlmeier
Nicht immer ist es eine angenehme Begegnung mit uns – denn die romantische Liebe verleitet manchmal auch zur Selbstaufgabe. Wir lieben. Wir leiden. Wir haben Angst, den anderen oder auch uns selbst zu verlieren. Wir trennen uns. Wir fühlen uns einsam. Wir erinnern uns – sehr oft mit einem Hang zur Melancholie. Astrid Kohlmeier fängt genau diesen Sound ein.
