[LYRIKEMPFEHLUNG DER WOCHE:]“Die Suche nach dem Ende der Dunkelheit“von Michael Stavarič

In den Text­wel­ten Micha­el Sta­va­ričs kann man umher­wan­deln wie in einem Laby­rinth phan­tas­ti­scher Gär­ten. Humor­voll, anmu­tig und viel­schich­tig schreibt er in die­sem Band über das Ende der Welt und die immer­zu aufs Neue enden­den Mög­lich­kei­ten eines Lebens im durch­schrei­ten der Jah­re.

[REZENSION:] “Fretten” von Helena Adler

Jeden Satz, jede Wort­krea­ti­on möch­te ich ein­zeln lesen, tief inha­lie­ren, kann aber trotz­dem nicht umhin, wei­ter­zu­le­sen, um hin­ter der nächs­ten Satz­ecke wie­der umge­wor­fen zu wer­den von einem neu­en Wort­bild.
Rezen­si­on: Kat­rin Ober­ho­fer

[REZENSION:] “Feuerzeichen” von Peter Paul Wiplinger

Wiplin­gers Gedich­te spre­chen von der Wut und der Ohn­macht, die wir (fast) alle ver­spü­ren, wenn wir vor den Fern­seh­ge­rä­ten sit­zen. “Feu­er­zei­chen” – das sind kei­ne geschön­ten Wor­te. Die Lyrik Wiplin­gers hat nichts Geküns­tel­tes, im Gegen­teil, manch­mal hat man das Gefühl: Genau so, wie es hier steht, hab ich mir das in dem Moment auch gedacht (als Mariu­pol fiel, als vom Mas­sa­ker in But­scha berich­tet wur­de, als …) 
Rezen­si­on: Mar­ga­ri­ta Pun­ti­gam-Kinst­ner

[REZENSION:] “Die Unbezähmbaren” von Cornelia Koepsell

Hart wie Krupp­stahl war die Kriegs­ge­nera­ti­on. „Das musst du aus­hal­ten“, hieß es, wenn jemand zu zer­bre­chen droh­te. Über Kriegs­trau­ma­ta wur­de nicht gespro­chen, neig­te jemand zu Gewalt, hieß es bloß, der oder die habe eben viel durch­ge­macht. Män­ner schlu­gen ihre Frau­en, Lehrer*innen brüll­ten her­um oder wur­den hand­greif­lich. Ein­ge­schrit­ten hat nie­mand. 
Wie es Frau­en in der Ehe ging, woll­te in den Jahr­zehn­ten nach dem Krieg nie­mand wis­sen. Soff der Mann, schaff­ten die Frau­en es in den Augen der ande­ren bloß nicht, ihn vom Trin­ken abzu­hal­ten. Ging der Mann fremd, unter­stell­te man der Frau, fri­gi­de zu sein. Schlug der Mann zu, hieß es: Hät­test dir so einen eben nicht aus­ge­sucht. 
Rezen­si­on: Mar­ga­ri­ta Pun­ti­gam-Kinst­ner

[REZENSION:] “Einzeller” von Gertraud Klemm

Gebeu­telt vom Leben, öko­no­misch ohne Boden unter den Füßen, ver­su­chen die Prot­ago­nis­tin­nen eine femi­nis­ti­sche Frau­en-WG zusam­men­zu­hal­ten. In dem Fall – gelun­gen … Wenn es nur nicht ganz so schmerz­haft zu lesen wäre.
Rezen­si­on: Kat­rin Ober­ho­fer

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