Veronika Wlasaty, die Tochter vom Franz, hat nach seinem Tod 2021 dessen Aufzeichnungen gefunden und mit diesen als Grundlage ein wunderbares Buch gemacht.
Kategorie: Rezensionen
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“DELFINE VOR VENEDIG” von Erika Kronabitter
Erika Kronabitter schafft es in „Delfine vor Venedig“ Liebe und Aussichten auf eine Stadt miteinander zu einem poetisch-intensiven Stadtbild zu verweben und akustische und bildhafte Poetik zu erschaffen. Nachfühlempfehlung!
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“VERSVERMESSUNG” von Rudolf Kraus
Seine Kurzgedichte haben einen dezenten Charme, eine unspektakuläre Direktheit. In der Regel nehmen sie sich selbst nicht zu ernst, was (fast) immer erfreulich ist. Ein bisschen Beliebigkeit ist auch dabei, aber die kommt ja selten zu kurz.
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“ALS VERSPRECHEN DIESER ZEIT” von Raoul Eisele
Obgleich der Seelenschmerz des einen für den andern in seinem individuellen Zutage- und Zunachtetreten nicht erfahrbar ist, können sie sich trotzdem gegenseitig ein Fenster sein zu einer anderen Welt. In ihr ist die Einsamkeit kein leerer Raum, sondern eine Verdichtung von schwer Fasslichem. Wie sehr unsere eigene Wirklichkeit von der der anderen getrennt ist, wird uns erst hier so recht spürbar.
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“LIEBELEIEN MIT WUCHSFORMEN” von Sofie Morin
Liebeleien mit Wuchsformen verführt die Lesenden zum genauen (und erneuten) Betrachten längst vertrauter Mitgeschöpfe, die uns an Wegrändern oder auf dem heimischen Regal begegnen könnten, wenn wir denn einen Dialog mit ihnen wagten.
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“ES HAT SICH AUSERKLÄRT” von SchwarzRund
SchwarzRund schreibt nicht nur vor dem Hintergrund einer schwarzen Perspektive, sondern auch einer queeren und einer von Menschen mit disabilities. Die Erfahrungen, die dabei zur Sprache kommen, sind die eines Menschen, der jeden Zentimeter Raum in der Gesellschaft einfordern muss, doppelt und dreifach.
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“DIE LETZTE FRAU” von Rasha Habbal
Es gibt so Gedichte, die hört/liest man und denkt sich zuerst einfach nur: saustark!
[LYRIKEMPFEHLUNG:]“LOOP GAROU“von Stefan Schmitzer
Es ist ein ganzes Konzert und am Ende weiß man nicht mehr genau, was am Anfang stand, aber das macht nichts. Wie bei einem Musikstück beginnt man einfach wieder von vorne, und wieder und wieder, bis man gesättigt ist. Oder nur noch ausruft: loop garou. loop. loop.
[LYRIKEMPFEHLUNG DER WOCHE:]“DIE FILMSTADT AM RANDE DER KINDHEIT“von Katharina Ingrid Goedler
Man (oder zumindest ich) unterschätzt zunächst den Ton der Texte, der sanft und glatt anmutet, aber schnell seine Widerhaken und Emotionsspitzen entblößt, wenn man sich mehr mit den Gedichten auseinandersetzt.
[EMPEHLUNG:] “WEISSNET 2023”
Beim Lesen der Texte in “WeissNet 2.3«, der Anthologie der IG Feministische Autorinnen, habe ich zweierlei an mir festgestellt. Erstens: Ich habe beim Lesen heftig mit dem Kopf genickt und einen Knoten im Magen gespürt. Zweitens: Ich habe beim Lesen heftig den Kopf geschüttelt und einen Knoten im Magen gespürt.
