[LYRIKEMPFEHLUNG:]“ALS VERSPRECHEN DIESER ZEIT” von Raoul Eisele

Obgleich der See­len­schmerz des einen für den andern in sei­nem indi­vi­du­el­len Zuta­ge- und Zunach­te­tre­ten nicht erfahr­bar ist, kön­nen sie sich trotz­dem gegen­sei­tig ein Fens­ter sein zu einer ande­ren Welt. In ihr ist die Ein­sam­keit kein lee­rer Raum, son­dern eine Ver­dich­tung von schwer Fass­li­chem. Wie sehr unse­re eige­ne Wirk­lich­keit von der der ande­ren getrennt ist, wird uns erst hier so recht spür­bar.

[LYRIKEMPFEHLUNG:]“ES HAT SICH AUSERKLÄRT” von SchwarzRund

Schwarz­Rund schreibt nicht nur vor dem Hin­ter­grund einer schwar­zen Per­spek­ti­ve, son­dern auch einer quee­ren und einer von Men­schen mit disa­bi­li­ties. Die Erfah­run­gen, die dabei zur Spra­che kom­men, sind die eines Men­schen, der jeden Zen­ti­me­ter Raum in der Gesell­schaft ein­for­dern muss, dop­pelt und drei­fach.

[LYRIKEMPFEHLUNG:]“LOOP GAROU“von Stefan Schmitzer

Es ist ein gan­zes Kon­zert und am Ende weiß man nicht mehr genau, was am Anfang stand, aber das macht nichts. Wie bei einem Musik­stück beginnt man ein­fach wie­der von vor­ne, und wie­der und wie­der, bis man gesät­tigt ist. Oder nur noch aus­ruft: loop garou. loop. loop.

[EMPEHLUNG:] “WEISSNET 2023”

Beim Lesen der Tex­te in “Weiss­Net 2.3«, der Antho­lo­gie der IG Femi­nis­ti­sche Autorin­nen, habe ich zwei­er­lei an mir fest­ge­stellt. Ers­tens: Ich habe beim Lesen hef­tig mit dem Kopf genickt und einen Kno­ten im Magen gespürt. Zwei­tens: Ich habe beim Lesen hef­tig den Kopf geschüt­telt und einen Kno­ten im Magen gespürt. 

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