[REZENSION:] “Beteigeuze” von Barbara Zeman

Es gibt aber noch viel mehr, was man an dem Buch lie­ben kann: Zuerst ein­mal, die sprach­li­che Anmut, ein ande­res Wort fällt mir nicht ein. Das genau Hin­schau­en auf ein­zel­ne Wor­te, bis hin zur Ethy­mo­lo­gie von Betei­geu­ze inklu­si­ve ara­bi­scher Schrift, unter Ver­zicht von Trans­li­te­ra­ti­on des Ori­gi­nal­worts..

[REZENSION:] “Liebe Jorinde” von Mareike Fallwickl

Als Hör­buch beim Lau­fen gehört, lässt mich die­ser eher kur­ze Text mit Fra­gen zurück. Also, erst­mal: Ja. Hört sich gut an. Aber dann auch: Ja aber, weil: Das mit der Inklu­si­on, mit dem Mit­ein­an­der, scheint ja immer so ein­fach, aber ist dann so schwer. Die Grund­bot­schaft, dass Män­ner etwas zu gewin­nen haben, wenn sie sich dem Femi­nis­mus anschlie­ßen, ja, von mir aus – passt in mein Welt­bild. Aber ganz vie­le Män­ner sehen das nicht so und set­zen das mit­un­ter auch mit Gewalt durch, und das ist ja das Pro­blem, oder nicht?

[REZENSION:] “Glühen” von Theodora Bauer

Ein Som­mer­buch, schnell gele­sen und doch ein­dring­lich. Lima, eine jun­ge Frau auf der Flucht vor den Kom­pli­ka­tio­nen des moder­nen Lebens, mie­tet sich bei der älte­ren Dame Cha­ro­na in einem Berg­haus ein. Sie denkt dort nicht nur inten­siv über Schnitz­lers Rei­gen nach, son­dern begeg­net auch einem geheim­nis­vol­len jun­gen Mann, an dem sie ihre Refle­xio­nen über Kör­per­lich­keit und das Schrei­ben dar­über fest­ma­chen kann. Sonst pas­siert nicht viel, aber muss auch nicht.

[WIEDERENTDECKT:] “Das magische Tagebuch” von Hannelore Valencak

Ein aus­ge­fuchst kon­stru­ier­tes Dra­ma, das sich zwi­schen Danie­la, der Ich-Erzäh­le­rin, und ihrem Mann Rai­mund abspielt, der kurz nach der Ehe­schlie­ßung bei einem Unfall ver­stirbt. Sie ver­merkt in ihrem Tage­buch den Wunsch, er möge heim­keh­ren – was er dann auch tut. Man ahnt schon, das wird nicht gut aus­ge­hen. Denn er ent­puppt sich zuneh­mend als alles, was sich Danie­la nicht gewünscht hat, er trinkt, ver­schwen­det ihr Geld, lügt und stiehlt. Und da ist noch sein bes­ter Freund Kili­an, der zuneh­mend dämo­ni­sche Züge ent­wi­ckelt.

[REZENSION:] “Kleine Monster” von Jessica Lind

Jes­si­ca Lind schreibt genia­le Dia­lo­ge. Da ist kein Wort zu viel, da sitzt jede Sze­ne. Auf kapp 250 Sei­ten ent­fal­tet sich ein Hor­ror, der vor allem des­we­gen so unter die Haut geht, weil man weiß: Kei­ne Mut­ter ist davor gefeit, Per­sön­lich­keits­an­tei­le in ihrem Kind zu ent­de­cken, die einen inne­ren Hor­ror­trip aus­lö­sen.

[REZENSION:] “Und alle so still” von Mareike Fallwickl

“Ich war wütend, habe gelacht, geweint und vor allem: die­ser Sehn­sucht nach­ge­spürt, dass sich etwas grund­le­gend ändern muss. Ein Buch für alle, die dar­über nach­den­ken, wie Soli­da­ri­tät aus­se­hen kann. Ein Buch für alle.” Rezen­si­on: Kat­rin Ober­ho­fer

[REZENSION:] “Fretten” von Helena Adler

Jeden Satz, jede Wort­krea­ti­on möch­te ich ein­zeln lesen, tief inha­lie­ren, kann aber trotz­dem nicht umhin, wei­ter­zu­le­sen, um hin­ter der nächs­ten Satz­ecke wie­der umge­wor­fen zu wer­den von einem neu­en Wort­bild. Rezen­si­on: Kat­rin Ober­ho­fer

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