Es gibt aber noch viel mehr, was man an dem Buch lieben kann: Zuerst einmal, die sprachliche Anmut, ein anderes Wort fällt mir nicht ein. Das genau Hinschauen auf einzelne Worte, bis hin zur Ethymologie von Beteigeuze inklusive arabischer Schrift, unter Verzicht von Transliteration des Originalworts..
Kategorie: Romane
[REZENSION:] “Liebe Jorinde” von Mareike Fallwickl
Als Hörbuch beim Laufen gehört, lässt mich dieser eher kurze Text mit Fragen zurück. Also, erstmal: Ja. Hört sich gut an. Aber dann auch: Ja aber, weil: Das mit der Inklusion, mit dem Miteinander, scheint ja immer so einfach, aber ist dann so schwer. Die Grundbotschaft, dass Männer etwas zu gewinnen haben, wenn sie sich dem Feminismus anschließen, ja, von mir aus – passt in mein Weltbild. Aber ganz viele Männer sehen das nicht so und setzen das mitunter auch mit Gewalt durch, und das ist ja das Problem, oder nicht?
[REZENSION:] “Glühen” von Theodora Bauer
Ein Sommerbuch, schnell gelesen und doch eindringlich. Lima, eine junge Frau auf der Flucht vor den Komplikationen des modernen Lebens, mietet sich bei der älteren Dame Charona in einem Berghaus ein. Sie denkt dort nicht nur intensiv über Schnitzlers Reigen nach, sondern begegnet auch einem geheimnisvollen jungen Mann, an dem sie ihre Reflexionen über Körperlichkeit und das Schreiben darüber festmachen kann. Sonst passiert nicht viel, aber muss auch nicht.
[WIEDERENTDECKT:] “Das magische Tagebuch” von Hannelore Valencak
Ein ausgefuchst konstruiertes Drama, das sich zwischen Daniela, der Ich-Erzählerin, und ihrem Mann Raimund abspielt, der kurz nach der Eheschließung bei einem Unfall verstirbt. Sie vermerkt in ihrem Tagebuch den Wunsch, er möge heimkehren – was er dann auch tut. Man ahnt schon, das wird nicht gut ausgehen. Denn er entpuppt sich zunehmend als alles, was sich Daniela nicht gewünscht hat, er trinkt, verschwendet ihr Geld, lügt und stiehlt. Und da ist noch sein bester Freund Kilian, der zunehmend dämonische Züge entwickelt.
[REZENSION:] “Ich heiße Franz” von Veronika Wlasaty
Veronika Wlasaty, die Tochter vom Franz, hat nach seinem Tod 2021 dessen Aufzeichnungen gefunden und mit diesen als Grundlage ein wunderbares Buch gemacht.
[REZENSION:] “Kleine Monster” von Jessica Lind
Jessica Lind schreibt geniale Dialoge. Da ist kein Wort zu viel, da sitzt jede Szene. Auf kapp 250 Seiten entfaltet sich ein Horror, der vor allem deswegen so unter die Haut geht, weil man weiß: Keine Mutter ist davor gefeit, Persönlichkeitsanteile in ihrem Kind zu entdecken, die einen inneren Horrortrip auslösen.
[REZENSION:] “Und alle so still” von Mareike Fallwickl
“Ich war wütend, habe gelacht, geweint und vor allem: dieser Sehnsucht nachgespürt, dass sich etwas grundlegend ändern muss. Ein Buch für alle, die darüber nachdenken, wie Solidarität aussehen kann. Ein Buch für alle.” Rezension: Katrin Oberhofer
[REZENSION:] “Liste der gebliebenen Dinge” von Katrin Schumacher
Eine atmosphärische, poetische Erzählung, eine moderne Liebesgeschichte mit Märchen und Listen. Rezension: Margarita Puntigam-Kinstner
[REZENSION:] “Wovon wir leben” von Birgit Birnbacher
Wo sind die Grenzen der Frauen in der Familie? Und werden ihnen überhaupt welche zugestanden? Ein Buch, das mich wütend macht und ratlos, ein Thema das schmerzt. Bitte lest es! Rezension: Katrin Oberhofer
[REZENSION:] “Fretten” von Helena Adler
Jeden Satz, jede Wortkreation möchte ich einzeln lesen, tief inhalieren, kann aber trotzdem nicht umhin, weiterzulesen, um hinter der nächsten Satzecke wieder umgeworfen zu werden von einem neuen Wortbild. Rezension: Katrin Oberhofer
