mit Texten von: Désirée Bailleul, Ernard Bradaric, Bernard Cassio, Sabina Fudulakos, Elisabeth-Grossfurtner, Stephan Kaiblinger, Antonia Kranebitter, Dominik Kurcsics, Helene Lanschützer, Ale Leyler, Laura Paulineg, Sophie Pichler, Maria Lind, Linda Sensenberger, Michael Zagorec und Bernd Zeller sowie Illustrationen von: Isolde K. Bermann, Alexandra Kittel-Völkl und Eva Vasari
Autor: & Radieschen
[Rezension] “MEIN PAPA IST KEIN MÖRDER” von Christine Hubka und Lukas Vogl:
In dem Grafic Novel “Mein Papa ist kein Mörder” geht es nicht nur um die Schuldfrage. Es geht auch und vor allem ums Weiterleben nach dem Urteilsspruch. Wie geht es der Familie während der Papa im Gefängnis ist? Wie geht es ihr danach? Christine Hubka, lange als Gefängnisseelsorgerin in Wien tätig, gewährt tiefen Einblick in den Alltag einer betroffenen Familie. Da geht es nicht nur um die Anfeindungen, welche die Kinder im Schulalltag erleben. Es geht auch um die prekäre finanzielle Situation, in der sich die Familie plötzlich befindet, weil Papas Gehalt wegfällt.
[& Radieschen interviewt:] VERA LÖRKS
Ich schreibe am liebsten Kurzgeschichten, weil ich da verschiedene Genres ausprobieren kann. Manchmal werde ich dabei überrascht. Krimis mag ich z.B. gar nicht, aber ein Kurzkrimi, bei dem ein Rasenmähroboter als Detektiv ermittelt, ist einer meiner liebsten Texte überhaupt geworden. Ansonsten schreibe ich hauptsächlich für Kinder. Für mich sind sie die anspruchsvollste Zielgruppe aber auch die, die am meisten Begeisterung zeigen.
[Ausgabe #76:] – Wind & Wetter
mit Texten von: Désirée Bailleul, Elisabeth Bendl, Dominik Kurcsics, Gerda Pistrick Dalipaj, Raven J.C., Amelya“Wind & Wetter” mit Texten von: Sarah Baumgartner, Paula Dorten, Markus Grundtner, Laura Hammel, Marion Margarethe Kecht, Romana Klär, Yvonne Koval, Vera Lörks, Martina Molnar, Norma Norvald, Heike Pichler, Antonia Schneider, Marius Schüssler, Alexander Sprung, Bea Steuerer, Sabine Stöhler, Ulla Tesch, Johannes Witek, Hannah Zauner und Charlotte Zerz und Illustrationen von: Isolde K. Bermann, Alexandra Kittel-Völkl und Eva Vasari Reda, David Samhaber, Christian Schwetz, Magdalena Steiner, Max von der Heydt, Leon Timm, Sabrina Unger und Joshua Zammit und Illustrationen von: Isolde K. Bermann, Georg Großmann und Eva Vasari
Editorial zu Wind & Wetter
wir leben in stürmischen Zeiten. Jeden Tag eskaliert ein Konflikt, der Autoritarismus lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen und auch auf der vermeintlich »kleinen« Ebene reißt eine Böe nach der anderen in Form von gekürzten oder gleich ganz gestrichenen Förderungen wichtigen Institutionen und der Kultur die Füße weg. Stürmisch ist also ein dummer Euphemismus, stürmisch war gestern, Klimakrise ist heute. Denn die kommt nicht, die ist da, und zwar auf allen Ebenen. Wie schön aber, dass ihr euch für ein Unterstellen bei der Literatur entschieden habt!
[Rezension] “NACHTSCHATTEN IM FRAUENHAARMOOS” von Sofie Morin und Ulrike Titelbach:
»Ich beginne in der Nacht, da alles in der Nacht beginnt, aus der heraus sich der Trost schält.«(Sofie Morin) So beginnen die phytopoetischen Dialoge, die sich Sofie Morin und Ulrike Titelbach über einen längeren Zeitraum hinweg zugeschickt haben. Herausgekommen sind zarte, in lyrische Sprache gegossene Naturbeobachtungen, Assoziationen und Empfindungen – immer ausgehend von einer Pflanze. Wie etwa Arisaema franchetianum (Feuerkolben): »Weil mich dein Name an Gewehrkolben erinnert. An Männer, die sie nahe an der Wange führen. Im Dienst der Präzision.« (Ulrike Titelbach)
[& Radieschen interviewt:] MAGDALENA STEINER
Ein wichtiger Aspekt im Leben ist es, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können und Empathie zu zeigen. Ich finde es spannend, in andere Rollen zu schlüpfen und dadurch Charaktere zum Leben zu erwecken, die vielleicht ähnliche (aber meist überspitzte) Herausforderungen bewältigen wie echte Menschen.
[REZENSION:] “DIR ZUGENEIGT” von Astrid Kohlmeier
Nicht immer ist es eine angenehme Begegnung mit uns – denn die romantische Liebe verleitet manchmal auch zur Selbstaufgabe. Wir lieben. Wir leiden. Wir haben Angst, den anderen oder auch uns selbst zu verlieren. Wir trennen uns. Wir fühlen uns einsam. Wir erinnern uns – sehr oft mit einem Hang zur Melancholie. Astrid Kohlmeier fängt genau diesen Sound ein.
[& Radieschen interviewt:] DAVID SAMHABER
Sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen interessieren mich Geschichten am Land/im Dorf. Sowohl historische, aber auch aktuelle Thematiken finde ich dabei besonders spannend. Wahrscheinlich kommt das daher, dass ich selbst als Stadtkind im Alter von 12 Jahren aufs Land gezogen bin, das war ein ziemlicher Kulturcrash, der mich bis heute fasziniert.
[REZENSION:] “Liebe Jorinde” von Mareike Fallwickl
Als Hörbuch beim Laufen gehört, lässt mich dieser eher kurze Text mit Fragen zurück. Also, erstmal: Ja. Hört sich gut an. Aber dann auch: Ja aber, weil: Das mit der Inklusion, mit dem Miteinander, scheint ja immer so einfach, aber ist dann so schwer. Die Grundbotschaft, dass Männer etwas zu gewinnen haben, wenn sie sich dem Feminismus anschließen, ja, von mir aus – passt in mein Weltbild. Aber ganz viele Männer sehen das nicht so und setzen das mitunter auch mit Gewalt durch, und das ist ja das Problem, oder nicht?
