[LYRIKEMPFEHLUNG:]“HAUS OHNE TÜREN” von Andreas Unterweger

Kurz­um: ich fand Unter­we­gers Lyrik dort am stärks­ten, wo sie sich nicht an etwas dran­hängt, son­dern wo sie sich an etwas auf­hängt; nicht dort wo sie flat­tern­des Fähn­chen oder Ban­ner, son­dern wo sie ver­strick­tes, nach Luft rin­gen­des Leben wie­der­gibt (oder ein Gal­gen­männ­chen zeich­net).

[LYRIKEMPFEHLUNG:]“ALS VERSPRECHEN DIESER ZEIT” von Raoul Eisele

Obgleich der See­len­schmerz des einen für den andern in sei­nem indi­vi­du­el­len Zuta­ge- und Zunach­te­tre­ten nicht erfahr­bar ist, kön­nen sie sich trotz­dem gegen­sei­tig ein Fens­ter sein zu einer ande­ren Welt. In ihr ist die Ein­sam­keit kein lee­rer Raum, son­dern eine Ver­dich­tung von schwer Fass­li­chem. Wie sehr unse­re eige­ne Wirk­lich­keit von der der ande­ren getrennt ist, wird uns erst hier so recht spür­bar.

[LYRIKEMPFEHLUNG:]“ES HAT SICH AUSERKLÄRT” von SchwarzRund

Schwarz­Rund schreibt nicht nur vor dem Hin­ter­grund einer schwar­zen Per­spek­ti­ve, son­dern auch einer quee­ren und einer von Men­schen mit disa­bi­li­ties. Die Erfah­run­gen, die dabei zur Spra­che kom­men, sind die eines Men­schen, der jeden Zen­ti­me­ter Raum in der Gesell­schaft ein­for­dern muss, dop­pelt und drei­fach.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner