Diesen Sommer ist Angelika Stallhofers Lyrikband “Stille Kometen” erschienen – die Rezension ist in unserer aktuellen Ausgabe zu lesen. Für unseren Blog hat die Autorin 2 Gedichte daraus eingelesen – wir bedanken uns!
Kategorie: Rezensionen
[REZENSION:] Ein Giro in Triest von Christian Klinger
In diesem dramaturgisch äußerst geschickt gestricktem Krimi, an dessen Anfang der angebliche Selbstmord eines Soldaten steht, geht es um weit mehr als “nur” eine Mordermittlung, Lamprecht verwickelt sich in seinem Bestreben, für Ruhe und Ordnung zu sorgen und vor allem den Frieden zu sichern, immer tiefer in die Geschehnisse und riskiert dabei mehrmals sein eigenes Leben.
[REZENSION:] Die Dringlichkeit der Dinge von Markus Grundtner
Grundtner spielt mit Klischees, wie sie in vielen Liebesromanen bedient werden. Da ist ein junger Jurist, der für jede Situation einen trockenen Gesetzestext bereithält. Und dann ist da Klaudia, bei der selbst Dinge einen Wohnort haben. Klaudia, die sich nach außen hin feurig und spontan gibt und Mathias lehrt, das Leben zu nehmen, wie es kommt.
[REZENSION:] Zebra im Krieg von Vladimir Vertlib
Ein rasanter Irrgang durch eine Stadt, in der plötzlich wahr wird, was sich manche im Netz wünschen. (Menschen, die in Biotonnen entsorgt, jüdische Nachbarn, die abgeführt, Urteile, die über Votings per WhatsApp & Co gefällt werden …)
[KINDERBUCH-TIPP:] Rotkäppchen rettet den Wolf – ein Nichtmärchen für Kinder von Petra Piuk
Wie beginnt ein Nicht-Märchen? Ganz einfach. Nicht mit den Worten “Es war einmal”, sondern mit den Worten “Es ist”. PETRA PIUK hat ein Buch für Kinder geschrieben – und es ist einfach großartig geworden!!
[REZENSION:] krötentage von Katharina J. Ferner
Katharina Ferner beweist in diesem Werk einmal mehr, dass nicht nur Liebeslyrik, sondern auch Dialektdichtitung nicht in Schubladen zu stecken sind. So erfährt frau die Verbindungen – wie nahe das Salzburgerische der roman(t)ischen Sprache Italieniensisch ist. Rezension: Siljaosa Schletterer
[REZENSION:] Die Eistaucher von Kaśka Bryla
Kaśka Bryla verwebt ihre Handlungsstränge so geschickt, dass die über lange Strecken sehr zarte, behutsame Erzählung gleichzeitig ungemein spannend ist. Man will wissen, wie es mit den Jugendlichen weitergeht. Man will wissen, was aus Iga und der Fellbaum wird. Und was dieser Fremde weiß. Und ob Ras seinen Müllhaufen jemals wieder los wird … Und was es mit den Tieren auf sich hat.
[REZENSION:] Luftpolster von Lena-Marie Biertimpel
Die eindringliche Sprache bringt Situationen und Gefühle schmerzhaft auf den Punkt. Die Struktur des Klinikalltags bringt auch langsam wieder Struktur in das Leben der Protagonistin. Es ist ein zeitgemäßer Roman, der sich wertfrei und klischeelos mit Selbstverletzung auseinandersetzt. Rezension: Katherina Braschel
[REZENSION:] Radieschen von unten – Anthologie, Hg. von Rotraut Schöberl
Mit Erbsensuppe (ohne jeglichen Zusatz!) kann man tatsächlich Leute ins Grab bringen. Wussten Sie das? Oder auch mit einem Ohrwaschelkaktus (der sich lieber nobel gibt und im Buch als Opuntie vorstellt). Nicht, dass sein Dorn (nennen Sie ihn niemals Stachel!) giftig wäre. Aber er kann lebensbedrohlich werden
[REZENSION:] Es ist schon fast halb zwölf von Zdenka Becker
„Es ist schon fast halb zwölf“ ist eine unglaublich schöne, zarte und zugleich erschütternde Geschichte eines jungen Ehepaares, das voneinander getrennt leben muss, weil die Zeiten es nicht anders zulassen. Eine Geschichte zweier Menschen, die beide eine Schuld in sich tragen. Eine Schuld, die sie ihr ganzes Leben lang belastet und über die sie miteinander nie gesprochen haben – aus Angst, einander zuviel zuzumuten. Rezension: Margarita Puntigam-Kinstner